Neuer Bell-B45E-Muldenkipper revolutioniert Dolomitenabbau in Oberthulba

Sibilla Hartung
Sibilla Hartung
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Ein Lastwagenrad auf einer Straßenoberfläche mit Gras, Bäumen und Felsen auf beiden Seiten.Sibilla Hartung

Neuer Bell-B45E-Muldenkipper revolutioniert Dolomitenabbau in Oberthulba

Dolomitensteinbruch Ostrauer Kalkwerke in Oberthulba setzt auf neuen Bell-B45E-Muldenkipper für effizienteren Abbau

Der Dolomitensteinbruch Ostrauer Kalkwerke in Oberthulba (Deutschland) hat einen neuen Bell B45E-Muldenkipper in Betrieb genommen, um die Betriebsabläufe zu optimieren. Seit der Privatisierung gehört das Unternehmen Ulrich Dürasch und ist heute der letzte aktive Dolomitenproduzent in der Region. Mit der jüngsten Aufrüstung sollen Kraftstoffkosten gesenkt werden, ohne die Effizienz beim Abbau und der Abraumförderung zu beeinträchtigen.

Der Dolomitenabbau in Sachsen blickt auf eine jahrzehntelange Tradition zurück: Noch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts waren im Raum Döbeln mehrere Steinbrüche in Betrieb. Heute ist die Ostrauer Kalkwerke GmbH der einzige verbleibende Produzent und fördert eine 10 bis 20 Meter mächtige Lagerstätte mithilfe selektiver Sprengtechniken.

Das Unternehmen beschäftigt 35 Mitarbeiter und hat sein Sortiment über landwirtschaftlichen Kalk hinaus um Stallhygieneprodukte erweitert. Die Abraumarbeiten und die Rekultivierung der Flächen laufen ganzjährig, wobei im Winter weniger intensive Tätigkeiten anstehen. Anfang 2025 ergänzte der Steinbruch seinen Fuhrpark um einen Bell B45E 4x4-Muldenkipper. Das Fahrzeug transportiert bis zu 44 Tonnen bei einem Verbrauch von nur 20,6 Litern pro Stunde – eine Steigerung der Effizienz um 25 Prozent pro Tonne im Vergleich zu den älteren 30-Tonnern. Dadurch verringerte sich die Anzahl der benötigten Fahrzeuge für den Abraumtransport.

Die Einführung des Bell B45E markiert einen Schritt hin zu nachhaltigeren Steinbruchbetrieben. Dank geringeren Kraftstoffverbrauchs und höherer Nutzlast unterstützt der Muldenkipper die laufenden Abbau- und Rekultivierungsmaßnahmen. Langfristig bleibt das Ziel des Unternehmens, die Produktion aufrechtzuerhalten und gleichzeitig Ressourcen optimal einzusetzen.