DHL-Streik in Leipzig: Hunderte legen Arbeit nieder – was Kunden jetzt wissen müssen

Sibilla Hartung
Sibilla Hartung
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Ein Zug verlässt einen Tunnel, umgeben von Gebäuden.Sibilla Hartung

DHL-Streik in Leipzig: Hunderte legen Arbeit nieder – was Kunden jetzt wissen müssen

Streik bei DHL in Leipzig geht in den zweiten Tag

Am Logistikstandort Schkeuditz bei Leipzig streiken seit Dienstagabend mehrere hundert DHL-Mitarbeiter:innen. Die Arbeitsniederlegung soll bis Donnerstagmorgen andauern. Bisher hat der Streik jedoch kaum Auswirkungen auf den Betrieb.

Hinter dem Streik steht die Gewerkschaft ver.di, die mit DHL über Löhne und Arbeitsbedingungen verhandelt. Die Gewerkschaft fordert eine pauschale Erhöhung von 500 Euro für alle Entgeltgruppen, eine lineare Lohnerhöhung von 8 Prozent sowie eine Sonderzahlung in Höhe eines 13. Monatsgehalts. Die Forderungen passen sich in eine breitere Bewegung im Logistiksektor ein, in dem Beschäftigte zunehmend bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen einfordern.

Der Leipziger Standort ist auf internationalen Expressfrachtverkehr spezialisiert und arbeitet unabhängig vom deutschen Postnetz von DHL. Daher sind inländische Postkunden bisher nicht direkt betroffen. Frühere Tarifverhandlungen am Standort Leipzig/Halle, an denen auch Gewerkschaftsvertreter wie Christopher beteiligt waren, endeten zwar mit einer Einigung – die aktuellen Gespräche harren jedoch noch einer Lösung. Bisher sind keine weiteren Treffen zwischen ver.di und DHL offiziell angesetzt.

Der Streik soll am Donnerstagmorgen enden; größere Verzögerungen gab es bislang nicht. Sollte der Konflikt anhalten, könnten weitere Arbeitskampfmaßnahmen folgen. Das Ergebnis der Verhandlungen könnte richtungsweisend für Lohnverhandlungen in der gesamten Logistikbranche werden.