Handwerksboom in Sachsen: Immer mehr junge Leute starten eine Lehre
Gesa EigenwilligMehr junge Menschen beginnen eine Berufsausbildung in Sachsen - Handwerksboom in Sachsen: Immer mehr junge Leute starten eine Lehre
Immer mehr junge Menschen in Sachsen entscheiden sich für eine Handwerksausbildung
In diesem Jahr steigt die Zahl der Auszubildenden in handwerklichen Berufen in Sachsen spürbar an. Bis Ende September wurden in allen Landkreisen mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen – ein klares Zeichen für das wachsende Interesse an praktischen Berufen. Besonders gefragt sind die Bereiche Kraftfahrzeugmechatronik, Elektrotechnik sowie Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.
In Dresden verzeichnete die Handwerkskammer 2.250 neue Ausbildungsverträge, was einem Plus von 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Kammer, führt den Anstieg auf die Attraktivität des Handwerks für Schulabgänger zurück. Gleichzeitig forderte er mehr Investitionen in Ausbildungsstätten und Berufsschulen, um die Qualität der Ausbildung langfristig zu sichern.
Noch deutlicher fiel der Zuwachs in Chemnitz aus: Hier begannen 2.194 junge Menschen eine Lehre – 9 Prozent mehr als 2024. Auch hier lagen Kraftfahrzeugmechatronik, Elektrotechnik sowie Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik an der Spitze der beliebtesten Ausbildungsberufe. Leipzig folgte dem Trend mit 1.298 neuen Verträgen, was einem Anstieg von 2,3 Prozent entspricht. Die meistgewählten Ausbildungsgänge entsprachen denen in Dresden und Chemnitz und bestätigten damit das regionale Muster.
Der Anstieg der Ausbildungszahlen deutet auf ein gestiegenes Interesse an handwerklichen Berufen in ganz Sachsen hin. Mit der wachsenden Zahl an Azubis steht die Branche nun vor der Herausforderung, die Ausbildungsinfrastruktur auszubauen. Fachleute betonen, dass bessere Rahmenbedingungen nötig sind, um die steigende Zahl der Auszubildenden angemessen zu fördern.
