12 March 2026, 08:24

Rücktritt des SWB-Chefs Hermes nach Bonner Immobilienskandal um Flugplatz Hangelar

Ein Schwarz-Weiß-Plakat mit einer Warnung vor Betrug, das den Text 'Carlsbad Spruud Salt' und ein Firmenlogo zeigt.

Rücktritt des SWB-Chefs Hermes nach Bonner Immobilienskandal um Flugplatz Hangelar

Olaf Hermes, der Chef der Bonner Stadtwerke (SWB), hat seinen Rücktritt im Zuge eines anhaltenden Immobilienskandals bekannt gegeben. Diese Entscheidung fällt, obwohl der Aufsichtsrat ihm und der Geschäftsführung weiterhin das Vertrauen ausgesprochen hat.

Im Mittelpunkt der Kontroverse stehen Vorwürfe politischer Einflussnahme bei einem Grundstücksgeschäft rund um den Flugplatz Hangelar – ein Fall, den Hermes selbst im vergangenen Dezember aufgedeckt hatte.

Hermes hatte im Dezember enthüllt, dass lokale Politiker versucht hätten, die SWB vom Kauf eines Grundstücks am Flugplatz Hangelar abzuhalten. Spätere Ermittlungen deuteten darauf hin, dass dabei möglicherweise die Interessen eines Bonner Busunternehmers eine Rolle spielten, der zugleich ein großer Spender der CDU ist. Bisher wurden jedoch keine rechtlichen Schritte oder konkreten Maßnahmen der Bonner Staatsanwaltschaft bekannt.

Die SWB plant nun, einen vertraulichen Bericht über die mutmaßliche Einflussnahme an die Staatsanwaltschaft zu übermitteln. Der Skandal eskaliert zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen umfangreiche Investitionen in Höhe von bis zu drei Milliarden Euro für die Wärme- und VerkehrsWende in Bonn vorbereitet. Gleichzeitig sucht der Versorger nach Millionen-Einsparungen, um den ÖPNV in der Region zu stabilisieren.

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Hermes hat erklärt, sein Amt bis zum Sommer zu verlassen, und betont, dass keine Umstände ihn von diesem Entschluss abbringen würden.

Der Aufsichtsrat hat seine Unterstützung für Hermes und die Geschäftsführung erneut bekräftigt und die weitere Zusammenarbeit bestätigt. Dennoch steht die SWB nun vor der doppelten Herausforderung, sowohl eine finanzielle Neuaufstellung zu bewältigen als auch die Folgen der Ermittlungen um den Flugplatz Hangelar zu bewältigen. Das Unternehmen muss seine milliardenschweren Pläne vorantreiben – während die offenen Fragen des Skandals weiter nachwirken.

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