Sachsen stärkt Handelsbeziehungen zu Taiwan mit neuem Kooperationsabkommen

Senta Scheel
Senta Scheel
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Altes deutsches Aktienzertifikat mit grünem Rand, Text lautet "Niesen-Bahn-Gesellschaft".Senta Scheel

Sachsen erweitert wirtschaftliche Beziehungen zu Taiwan - Sachsen stärkt Handelsbeziehungen zu Taiwan mit neuem Kooperationsabkommen

Sachsen geht einen neuen Schritt, um seine wirtschaftlichen Beziehungen zu Taiwan zu vertiefen. Eine aktuelle Kooperationsvereinbarung zwischen der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) und dem German Trade Office (GTO) in Taiwan soll den Handel und die Investitionen zwischen beiden Partnern stärken. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund stark wachsender bilateraler Handelszahlen in den letzten Monaten.

Die Partnerschaft wurde mit der Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens zwischen der WFS und dem GTO besiegelt. Demnach übernimmt das GTO die offizielle Vertretung der WFS in Taiwan. Zu seinen Aufgaben gehört die Unterstützung sächsischer Unternehmen vor Ort sowie die Vermittlung lokaler Geschäftskontakte.

Der Handel zwischen Sachsen und Taiwan hat sich rasant entwickelt. Im dritten Quartal 2025 erreichten die sächsischen Exporte nach Taiwan einen Wert von 1,37 Milliarden Euro – ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zu den wichtigsten Exportgütern zählten Erzeugnisse des Elektromaschinenbaus, Automobilkomponenten und chemische Zwischenprodukte. Auch die Importe aus Taiwan stiegen deutlich um 35 Prozent.

Die engere Zusammenarbeit soll sächsischen Firmen den Markteintritt in Taiwan erleichtern. Gleichzeitig wird durch maßgeschneiderte Unterstützung die Anwerbung von Investoren für Sachsen vorangetrieben. Schwerpunkte der Kooperation liegen in den Bereichen Halbleiter, Elektronik und Präzisionsfertigung – Branchen, in denen Taiwan bereits eine führende Rolle spielt.

Das Abkommen festigt Sachsens wirtschaftliche Präsenz in Taiwan. Angesichts steigender Handelsvolumina und der nun etablierten gezielten Förderung rechnen beide Seiten mit weiterem Wachstum bei Investitionen und Geschäftspartnerschaften. Der Fokus bleibt auf Hochtechnologiebranchen gerichtet, in denen taiwanisches Know-how und sächsische Wirtschaftsprioritäten zusammenpassen.