Prevent Group streicht 700 Jobs nach VW-Lieferstopp – und klagt an
Sibilla HartungPrevent Group streicht 700 Jobs nach VW-Lieferstopp – und klagt an
Die Prevent Group hat massive Stellenstreichungen und eine Reduzierung der Arbeitszeiten an mehreren Standorten angekündigt. Das Unternehmen macht Volkswagen für die Krise verantwortlich, nachdem der Autokonzern Lieferverträge ohne Vorwarnung gekündigt hatte. Rund 700 Mitarbeiter blicken nun einer ungewissen Zukunft entgegen.
Am 21. März hatte Volkswagen die Lieferverträge mit drei Tochtergesellschaften der Prevent Group abrupt beendet. Bereits am folgenden Tag verweigerte der Konzern die Annahme sämtlicher Bauteile des Zulieferers – selbst solcher, die durch langfristige Verträge abgedeckt waren.
Die Prevent Group wirft Volkswagen schwere Rechtsverstöße und eine außergewöhnliche Vertragsbeendigung vor. Als Reaktion kündigte das Unternehmen an, rechtliche Schritte einzuleiten, um seine Interessen zu wahren.
Die Folgen für die Belegschaft sind bereits spürbar: Bei Prevent Foamtec im sachsen-anhaltischen Stendal haben 90 Mitarbeiter bereits ihre Kündigungen erhalten. Der Standort soll den Betrieb vollständig einstellen. Auch an den Standorten Schönheide und Plauen werden Kurzarbeit und Entlassungen umgesetzt.
Der Streit zwischen der Prevent Group – im Besitz der Investorenfamilie Hastor – und Volkswagen gefährdet insgesamt rund 700 Arbeitsplätze. Das Unternehmen prüft nun juristische Maßnahmen gegen das Vorgehen Volkswagens. Während der Konflikt andauert, bleibt die Zukunft der Belegschaft ungewiss.
