Tankrabatt enttäuscht: Warum Autofahrer kaum von der Spritpreisbremse profitieren
Gabriel HethurTankrabatt enttäuscht: Warum Autofahrer kaum von der Spritpreisbremse profitieren
Tankrabatt in Deutschland: Ersparnisse kommen kaum bei Verbrauchern an
Die am 1. Mai eingeführte Spritpreisbremse sollte Autofahrer entlasten. Doch die Ersparnisse kommen bei den Verbrauchern nicht wie erhofft an. Viele Tankstellen behalten einen Großteil der Steuerentlastung selbst ein.
Die Bundesregierung hatte die Kraftstoffsteuer um 17 Cent pro Liter für Diesel und Superbenzin gesenkt. An der Zapfsäule spüren Autofahrer davon jedoch kaum etwas: Im Schnitt sank der Dieselpreis nur um 4 Cent pro Liter, Superbenzin verbilligte sich um 12 Cent.
Dass die Rabatte bei Diesel besonders gering ausfallen, könnte an Deutschlands starker Abhängigkeit von Kraftstoffimporten liegen. Trotz der Steuerermäßigung hat die Maßnahme den Gesamtverbrauch kaum gedämpft.
Kritiker bemängeln, dass vor allem einkommensstärkere Haushalte von der Entlastung profitieren. Familien mit höherem Einkommen legen in der Regel mehr Kilometer zurück und geben mehr für Sprit aus – sie kommen daher besonders in den Genuss des teilweisen Rabatts.
Die Tankrabatt-Aktion bringt Autofahrern nur eine bescheidene Entlastung. Da die Tankstellen weniger als die Hälfte der Steuerersparnis weitergeben, bleiben die Spritkosten für viele hoch. Die Wirkung auf den Verbrauch fällt gering aus, und die Vorteile verteilen sich ungleich.






