Porsche streicht 200 Jobs und verlagert Cayenne-Produktion nach Leipzig
Gesa EigenwilligPorsche streicht 200 Jobs und verlagert Cayenne-Produktion nach Leipzig
Porsche plant Stellenabbau und eine Umstrukturierung seiner Betriebsabläufe, um Überkapazitäten in Deutschland abzubauen. Bis August sollen 200 Stellen gestrichen und Teile der Produktion verlagert werden, um die Effizienz zu steigern. Die Arbeitnehmervertreter müssen im Rahmen der Änderungen Lohnkürzungen zustimmen.
Das Unternehmen wird freiwillige Abfindungsprogramme anbieten, um die Belegschaft bis August um 200 Mitarbeiter zu verringern. Bis zu 400 Beschäftigte könnten zudem vorübergehend an das Volkswagen-Werk in Wolfsburg abgeordnet werden. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund unterausgelasteter Standorte in Stuttgart-Zuffenhausen und Leipzig.
Die Produktion des Cayenne – inklusive aller drei Antriebsvarianten – wird von Bratislava nach Leipzig verlegt. Mit dieser Verlagerung soll die langfristige Auslastung des sächsischen Werks gesichert werden, auch wenn es durch Verzögerungen bei der Markteinführung neuer Modelle vor Herausforderungen steht.
Im Oktober wird Vorstandsvorsitzender Oliver Blume ein umfassendes Restrukturierungspaket vorstellen. Dieses sieht Stellenstreichungen im niedrigen vierstelligen Bereich in Stuttgart-Zuffenhausen und Weissach vor. Zudem sollen Modellvarianten reduziert, die Entwicklung gestrafft und die Zusammenarbeit mit Volkswagen intensiviert werden.
Porsche äußerte sich nicht zu Details, bestätigte jedoch, dass Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern laufen. Die Umstrukturierung zielt darauf ab, die Belegschaft zu verkleinern und die Werksauslastung zu optimieren. Durch Lohnkürzungen und Stellenabbau sollen die aktuellen Überkapazitäten abgebaut werden. Das Unternehmen strebt an, die Produktion zu stabilisieren und die Effizienz an seinen deutschen Standorten zu erhöhen.
