Italo startet 2028 mit blauen Hochgeschwindigkeitszügen in Deutschland durch
Gabriel HethurItalo startet 2028 mit blauen Hochgeschwindigkeitszügen in Deutschland durch
Italo, der italienische Hochgeschwindigkeitszugbetreiber, will bis April 2028 seinen Betrieb in Deutschland aufnehmen. Das Unternehmen plant eine große Expansion, darunter stündliche Verbindungen zwischen München, Köln und Dortmund. Ein Investitionsvolumen von 3,6 Milliarden Euro soll das Projekt tragen – mit neuen Zügen und tausenden Arbeitsplätzen.
Die deutsche Niederlassung wird über eine neu gegründete Tochtergesellschaft namens Atrium SE geführt. Italo strebt an, täglich 56 Verbindungen anzubieten, darunter stündliche Züge auf der Hauptstrecke München–Köln–Dortmund. Zusätzlich sind alle zwei Stunden Verbindungen zwischen München, Berlin und Hamburg geplant.
Das Unternehmen wird 30 neue Siemens-Velaro-Züge einführen, die in Blau lackiert sind, um sich optisch von der ICE-Flotte der Deutschen Bahn abzuheben. Ein 30-jähriger Wartungsvertrag mit Siemens ist Teil des 3,6-Milliarden-Pakets. Allerdings hängt das Projekt davon ab, bis Ende Mai langfristige Netzkapazitäten von den deutschen Behörden zu erhalten.
Die Einstellung von Personal in Deutschland beginnt im Juni, wobei 2.500 neue Stellen im Service- und Betriebsbereich geschaffen werden sollen. Darüber hinaus werden über 5.000 Industriearbeiter am Bau der Züge beteiligt sein.
Falls die Genehmigungen erteilt werden, wird Italos Markteintritt in Deutschland den Wettbewerb im Hochgeschwindigkeitsverkehr beleben. Die blauen Velaro-Züge und das dichte Taktangebot sollen die Vorherrschaft der Deutschen Bahn herausfordern. Der Erfolg des Projekts hängt nun davon ab, die Zugangsrechte zu den Strecken zu sichern und die Personalziele zu erreichen.






