05 May 2026, 12:27

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextremes Kampfsportstudio Gladiator Fight Academy

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ein historisches Gebäude mit Rundbogenfenstern, Säulen und Skulpturen.

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextremes Kampfsportstudio Gladiator Fight Academy

Proteste gegen rechtsextremes Kampfsportstudio ziehen Hunderte in Halle an

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Am Wochenende versammelten sich in Halle zahlreiche Demonstranten zu einer Kundgebung gegen das Gladiator Fight Academy, ein Kampfsportstudio, dem vorgeworfen wird, Verbindungen in die rechtsextreme Szene zu pflegen. Die Protestierenden trafen sich zunächst vor dem Hauptbahnhof der Stadt, bevor sie zum Standort des Studios zogen. „Nazis raus aus unseren Kiezen!“ skandierten sie, während die Angaben zur Teilnehmerzahl zwischen Veranstaltern und Polizei divergierten.

Im Fokus der Kritik steht die Gladiator Fight Academy, die nach Einschätzung von Beobachtern als Treffpunkt für rechtsextreme Rekrutierung dient. Das Studio geriet bereits in die Schlagzeilen, nachdem es eine rechtsextreme Veranstaltung in Teutschenthal ausrichtete, an der auch Politiker der AfD teilnahmen. Auf Nachfrage zu möglichen Verbindungen von Mitarbeitern zu extremistischen Kreisen wies die Leitung des Studios alle Vorwürfe zurück und verwies lediglich darauf, dass „respektvolles Verhalten beim Training“ im Vordergrund stehe.

Zum engeren Team des Studios zählt Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer einer rechtsextremen Hooligan-Gruppe. Ein weiterer Name, der in diesem Zusammenhang fällt, ist Christopher Henze, dem ebenfalls Kontakte in die extremistische Szene nachgesagt werden. Auch Hans Krüger, ein Junior-Trainer der Einrichtung, steht als Anhänger eines rechtsextremen Fußballvereins in der Kritik.

Die Demonstranten zogen vom Bahnhof zum Standort des Studios und protestierten gegen dessen Betrieb. Während die Veranstalter von etwa 300 Teilnehmern sprachen, schätzte die Polizei die Zahl auf rund 170. Das Studio selbst wird als Ort beschrieben, an dem Gewalt und Diskriminierung offen toleriert werden.

Die Kundgebung unterstreicht die anhaltenden Spannungen um die mutmaßlichen rechtsextremen Verstrickungen des Studios. Angesichts der Beteiligung von Personen wie Weiland und Henze bleiben Bedenken hinsichtlich seiner Rolle als Netzwerkstelle der rechten Szene bestehen. Bislang haben die Behörden keine weiteren Stellungnahmen zu möglichen Ermittlungen oder Maßnahmen gegen die Einrichtung abgegeben.

Quelle