01 May 2026, 04:30

Edenhofer fordert radikale Klimawende trotz Energiekrise und hoher Preise

Tortendiagramm, das den globalen erneuerbaren Energieverbrauch im Jahr 2008 zeigt, unterteilt in Abschnitte für fossile Brennstoffe, Kernenergie, Wasserkraft, Warmwasserheizung, Biomasse, Solarenergie, Geothermie und Biokraftstoffe.

Edenhofer fordert radikale Klimawende trotz Energiekrise und hoher Preise

Ökonom Ottmar Edenhofer fordert strengere Klimapolitik trotz Energiekrise

Trotz der jüngsten Preisschocks bei Energie fordert der Wirtschaftswissenschaftler Ottmar Edenhofer eine konsequentere Klimapolitik. Die aktuelle Öl- und Gaskrise werde nicht die letzte sein, warnt er, und betont die Dringlichkeit langfristiger Planung. Seine Vorschläge umfassen Steuererleichterungen, Subventionen und neue Abgaben, um Haushalte vom Heizen mit fossilen Brennstoffen abzubringen.

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Edenhofer räumt ein, dass die Umstellung auf Wärmepumpen viele Hausbesitzer finanziell belastet. Um die Technologie erschwinglicher zu machen, schlägt er vor, die Stromsteuer zu senken. Gleichzeitig lehnt er eine Rückkehr zu Öl- und Gasheizungen ab und warnt vor einem möglichen Anstieg neuer Installationen.

Kritik übt er an der Bundesregierung, der er vorwirft, eine sorgfältige Gestaltung der Klimapolitik zu vernachlässigen. Statt Klimamaßnahmen für die Probleme der Industrie verantwortlich zu machen, argumentiert er, könnten kluge Politiken langfristigen Wohlstand und Energiesicherheit garantieren. Zu seinen Empfehlungen gehören der Erhalt bestehender Förderprogramme sowie die Einführung einer Klimadividende zur Unterstützung der Haushalte.

Um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, schlägt Edenhofer eine Investitionsabgabe auf neue Öl- und Gasheizungen vor. Klimaschutz sei keine wirtschaftliche Belastung, sondern eine Investition in die Zukunft, betont er. Ohne konsequente Politiken fürchtet er, dass kurzfristige Krisen die langfristigen Klimaziele verdrängen könnten.

Edenhofers Plan kombiniert Steueranpassungen, Subventionen und neue Umlagen, um den Ausstieg aus fossilen Energieträgern zu beschleunigen. Er appelliert an die Politik, Klimaschutz als langfristige Investition und nicht als Kostenfaktor zu betrachten. Ziel ist es, sauberes Heizen zugänglicher zu machen und gleichzeitig einen Rückfall in die Abhängigkeit von Öl und Gas zu verhindern.

Quelle