Zoos kämpfen mit Energiekosten – doch nicht alle geben Tiere ab
Steigende Energiekosten stellen Zoos und Wildparks in der gesamten Region vor finanzielle Herausforderungen. Während einige Einrichtungen bereits Tiere abgegeben haben, um Kosten zu sparen, suchen andere nach Wegen, sich anzupassen, ohne ihre Tierbestände zu verringern.
Der Druck ist unterschiedlich stark: Die Energieausgaben machen je nach Standort zwischen 2,5 und 8 Prozent der Gesamtbudgets aus. Im Wildpark Stoeckheim entfallen etwa 2,5 Prozent der Gesamtausgaben auf Energiekosten. Bisher wurden keine radikalen Maßnahmen ergriffen, doch die finanzielle Belastung bleibt spürbar.
Der Wildpark Essehof setzt hingegen auf eine Biomasse-Heizanlage und hält seine Energiekosten damit auf 6 bis 8 Prozent der Ausgaben. Dank dieser Unabhängigkeit plant der Park keine Tierverkäufe aufgrund der Preiserhöhungen.
Auch das Artenschutzzentrum Grasleben hat bisher auf die Abgabe von Tieren verzichtet – stattdessen wurden Photovoltaikanlagen installiert. Diese helfen, die Energiekosten insbesondere für wärmeliebende Arten zu senken.
Der Zoo Braunschweig ergreift mehrere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Bereits jetzt betreibt er eine 80-kW-Solaranlage, die Strom ins Netz einspeist, sowie kleinere Anlagen für den Eigenbedarf. Geplant sind nun der Ausbau um weitere 12 kW Solarleistung und ein 10-kW-Batteriespeichersystem. Trotz der finanziellen Belastung betont der Zoo, weder seinen Tierbestand zu reduzieren noch Tiere abzugeben.
Sowohl der Wildpark Essehof als auch das Artenschutzzentrum Grasleben schließen Tierverkäufe als Sparmaßnahme aus. Stattdessen setzen sie auf nachhaltige Energielösungen, um die Kosten zu bewältigen.
Die Reaktionen auf die steigenden Energiekosten fallen je nach Einrichtung unterschiedlich aus: Einige Zoos und Parks investieren in erneuerbare Energien, andere halten sich mit bestehenden Systemen über Wasser. Bisher haben die meisten auf die Abgabe von Tieren verzichtet und setzen stattdessen auf langfristige Effizienzverbesserungen.






