Warnstreik legt Nahverkehr in Sachsen am Wochenende komplett lahm
Warnstreik legt Nahverkehr in Sachsen am Wochenende komplett lahm
Öffentlicher Nahverkehr in Sachsen steht am Wochenende vor massiven Einschränkungen
Die Gewerkschaft ver.di hat zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, der den öffentlichen Verkehr in weiten Teilen Sachsens lahmlegen wird. Von den frühen Morgenstunden des Freitags bis Sonntag kommen in Leipzig, Dresden, Zwickau und Plauen Busse, Straßenbahnen und Züge zum Stillstand. Der Ausstand folgt auf monatelang festgefahrene Tarifverhandlungen und unerfüllte Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen.
Der Streik beginnt am Freitag, den 27. Februar, um 3:00 Uhr, und dauert bis Sonntag, den 28. Februar, 5:59 Uhr. Betroffen sind in Leipzig die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) an beiden Tagen, während auch LeoBus GmbH und die Leipziger Aus- und Weiterbildungsbetriebe GmbH bestreikt werden. In Dresden, Zwickau und Plauen kommt der Verkehr ausschließlich am Freitag zum Erliegen.
Ver.di hatte den Arbeitskampf ausgerufen, nachdem die Arbeitgeber sich weigerten, in zentralen Punkten zu verhandeln. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, 83 Prozent Jahres-Sonderzahlungen sowie Arbeitsplatzgarantien. Die Arbeitgeber hingegen schlagen längere Schichten, Kürzungen beim Urlaubsanspruch und Streichungen von Zuschlägen im Krankengeld vor. Frühere Warnstreiks im Januar hatten zwar zu kleinen Anpassungen wie Ersatzplanungen für Schulen geführt, doch echte Zugeständnisse blieben aus.
Da keine Fortschritte erzielt wurden, drohen weitere Arbeitskämpfe. Sollten die Verhandlungen scheitern, könnte ver.di die Belegschaft über eine Ausweitung der Streiks befragen – möglicherweise mit Zielrichtungen wie der Leipziger Buchmesse. Die nächsten Verhandlungsrunden sind für den 2. März in Thüringen, den 9. März in Sachsen und den 17. März in Sachsen-Anhalt angesetzt. Die Gewerkschaft betont, sie sei weiterhin kompromissbereit und würde jedes faire Angebot zur Abstimmung stellen.
Der 48-stündige Ausstand wird Tausende Pendler und Besucher in ihren Reiseplänen beeinträchtigen. Ohne Durchbruch in den Verhandlungen könnten weitere Streiks folgen – auch während großer Veranstaltungen wie der Leipziger Buchmesse. Bisher haben die Arbeitgeber alle zentralen Forderungen abgelehnt, sodass der Konflikt ungelöst bleibt.
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