Uli Hoeneß greift Politik an – und droht mit Auswanderung aus Deutschland
Gabriel HethurHoeneß macht Politiker verantwortlich und nennt seinen größten Albtraum - Uli Hoeneß greift Politik an – und droht mit Auswanderung aus Deutschland
Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern München, hat in den letzten Wochen mit einer Reihe ungeschminkter politischer Äußerungen von sich reden gemacht. Der ehemalige Vereinsfunktionär kritisierte die frühere deutsche Regierung, griff Forderungen von Gewerkschaften scharf an und drohte sogar damit, das Land zu verlassen, sollte die rechtspopulistische AfD an die Macht kommen. Seine Kommentare richteten sich auch gegen Außenministerin Annalena Baerbock, während er gleichzeitig Bundeskanzler Friedrich Merz lobte.
Besonders hart ging Hoeneß mit der Gewerkschaft Verdi ins Gericht, die eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden fordert. Das Vorhaben bezeichnete er als realitätsfremd und stellte infrage, wie Deutschland mit kürzeren Arbeitszeiten global konkurrenzfähig bleiben solle. Stattdessen plädierte er dafür, die Anstrengungen zu erhöhen – statt sie zu reduzieren.
Seine Kritik galt auch Baerbocks Aufruf zum Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft, den er als 'symbolischen politischen Unsinn' abtat. Der ehemalige Bayern-Chef warf der Ministerin vor, Sport und Politik auf eine Weise zu vermischen, die er für schädlich hält. Gleichzeitig distanzierte er sich deutlich von der AfD und warnte, er könne auswandern, falls die Partei jemals Deutschland regieren sollte.
Trotz seiner scharfen Angriffe auf die Vorgängerregierung äußerte Hoeneß Unterstützung für Kanzler Friedrich Merz. Zudem gab er bekannt, dass seine Familie bereits eine Wohnung in der Schweiz besitze – ein möglicher Hinweis auf einen Auswanderungsplan. Eine konkrete Absicht, Deutschland kurzfristig zu verlassen, dementierte er jedoch.
Hoeneß' Äußerungen spiegeln eine wachsende Enttäuschung über die politische Entwicklung Deutschlands wider. Seine Andeutungen zur Auswanderung, kombiniert mit Kritik an der Arbeitsmarktpolitik und außenpolitischen Positionen, deuten auf tiefe Sorgen um die Zukunft des Landes hin. Vorerst bleibt er jedoch in seiner Rolle als Ehrenpräsident des FC Bayern München.






