11 February 2026, 06:50

Till Lindemanns Buchsignierstunde in Berlin zieht hunderte Fans in den Bann

Ein Konzertplakat mit Text, der ein Ereignis in München, Deutschland, beschreibt.

Till Lindemanns Buchsignierstunde in Berlin zieht hunderte Fans in den Bann

Till Lindemann Buchsignierstunde in Berlins Stadtteil Wilhelmsruh lockt hunderte Fans an

Hunderte Fans strömten am vergangenen Wochenende zu einer Buchsignierstunde im Berliner Stadtteil Wilhelmsruh. Till Lindemann, Frontmann von Rammstein, und der Musiker Joey Kelly traten im Rammstein-Shop auf, nachdem der ursprüngliche Veranstaltungsort aufgrund von Protesten abgesagt hatte. Trotz der vorherigen Kontroversen blieb es ruhig – Demonstrationen blieben aus, und Anhänger standen stundenlang Schlange, um die beiden zu treffen.

Ursprünglich sollte die Veranstaltung im Astra Kulturhaus in der Warschauer Straße stattfinden. Doch die Initiative Keine Bühne für Täter setzte sich mit einer Kampagne für eine Absage ein, nachdem gegen Lindemann Vorwürfe wegen sexueller Belästigung erhoben worden waren. Ein offener Brief und eine Petition fanden großen Anklang, woraufhin der Veranstaltungsort die Signierstunde Anfang 2024 verschob. Lindemann verlegte die Veranstaltung daraufhin in den Rammstein-Shop.

Fans begannen mehr als fünf Stunden vor Öffnung der Türen anzustehen, einige übernachteten sogar vor Ort. Die 17-jährige Emma, eine der Besucherinnen, beschrieb ihre kurze, 20-sekündige Begegnung mit Lindemann als unglaublich cool. Sie gab ihr gespartes Taschengeld für das 98 Euro teure Buch aus – ihre Mutter räumte später ein, dass der Inhalt für Minderjährige ungeeignet sei. Gleichzeitig gab sie zu, dass die Wahl des ursprünglichen Ortes in der Warschauer Straße keine glückliche Entscheidung gewesen wäre.

Cathrin, eine langjährige Rammstein-Fan aus Leipzig, wies die Vorwürfe als haltlos zurück. Wie viele andere war sie überzeugt, dass die Staatsanwaltschaft den Fall Row Zero bereits geprüft und ohne Anklage eingestellt habe. Nach der Signierstunde stürmten die Fans die Merchandise-Stände und zeigten damit ihre ungebrochene Unterstützung für die Band.

Die Veranstaltung verlief ohne Zwischenfälle, obwohl es zuvor Aufrufe zu Boykotten und Absagen gegeben hatte. Die Ermittlungen gegen Lindemann waren bereits eingestellt worden, und es gab keine belastbaren Beweise. Die Fans gingen mit signierten Büchern und Fanartikeln nach Hause – Kritiker blieben derweil fern.

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