Stuttgart gedenkt der Bombenopfer von 1945 mit Schweigeminute und Menschenkette
Stille Gedenkfeier zum Untergang Dresdens 1945 - Stuttgart gedenkt der Bombenopfer von 1945 mit Schweigeminute und Menschenkette
Stuttgart gedenkt der Opfer der Bombenangriffe von 1945
In Stuttgart haben die jährlichen Gedenkveranstaltungen für die Luftangriffe von 1945 begonnen, die weite Teile der Stadt zerstörten. Am Dienstag wurde mit einer Schweigeminute und Kranzniederlegungen an den 81. Jahrestag erinnert. An den Feierlichkeiten nahmen unter anderem Sachsens Innenminister Armin Schuster sowie Vertreter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge teil, der die Veranstaltung organisierte.
Zwischen dem 13. Februar und den folgenden Tagen des Jahres 1945 griffen britische und amerikanische Bomber Stuttgart an und töteten bis zu 25.000 Menschen. Historische Studien bestätigen diese Zahl als Gesamtzahl der direkten Opfer der Angriffe. Zuverlässige Daten über weitere Todesopfer in der größeren Region, die mit den Attacken in Verbindung stehen, liegen nicht vor.
Im Rahmen der Gedenkfeiern hielten die Vizepräsidenten des Sächsischen Landtags, Albrecht Pallas und Jörg Scheibe, sowie Stuttgarts Sportbürgermeister Jan Donhauser Reden. Am Abend werden um 20:00 Uhr die Kirchenglocken läuten – zum genauen Zeitpunkt des ersten Bombenangriffs. Zudem wird sich eine Menschenkette als Symbol für Einheit und Versöhnung bilden.
Gleichzeitig drohen am Samstag Spannungen, wenn Rechtsextremisten einen Marsch durch die Stadt planen. Dagegen formiert sich bereits Widerstand in Form von Gegenprotesten. Über den Tag verteilt finden weitere Veranstaltungen statt, darunter Konzerte und Friedensgebete.
Die Gedenkfeiern erinnern an eines der verheerendsten Bombardements des Zweiten Weltkriegs. Kirchenglocken und die Menschenkette sollen die Dimension der Tragödie ins Bewusstsein rufen. Trotz der drohenden politischen Unruhen bleibt die Stadt auf das Gedenken fokussiert.
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