29 April 2026, 14:30

Spritpreise explodieren: Ölkonzerne kassieren Rekordgewinne, Haushalte leiden

Plakat mit dem Text "Abgesagt: Verbleibende Öl- und Gasförderlizenzen im Arctic National Wildlife Refuge" mit Bildern von Solarpanelen und Windrädern vor einem bewölkten Himmel.

Spritpreise explodieren: Ölkonzerne kassieren Rekordgewinne, Haushalte leiden

Steigende Spritpreise belasten Haushalte und Unternehmen weltweit. Ob Pendler, Studierende oder Familien, die kranke Angehörige besuchen – viele kämpfen mit den zusätzlichen Kosten. Gleichzeitig verzeichnen Ölkonzerne Rekordgewinne, während sich die Energiekrise weiter verschärft.

Der Anstieg der Ölpreise hat eine Kettenreaktion in den Wirtschaften ausgelöst. In Nigeria haben höhere Spritkosten die Preise für Düngemittel, Transport und Grundnahrungsmittel in die Höhe getrieben. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen warnt, dass bis zu 45 Millionen weitere Menschen von Hunger bedroht sein könnten, sollte sich die Krise über die Jahresmitte hinausziehen.

Die großen Ölkonzerne profitieren indes von der Turbulenz. BP verzeichnete im ersten Quartal 2023 einen Nettogewinn von 2,7 Milliarden Euro – mehr als das Doppelte desselben Zeitraums im Vorjahr. Kritiker werfen den Unternehmen vor, die Kosten an die Verbraucher weiterzugeben, während die Gewinne bei den Konzernen bleiben.

Die Regierungen reagieren unterschiedlich auf die Krise. Deutschland führte nach Russlands Angriff auf die Ukraine eine Übergewinnsteuer für Energieunternehmen ein, die rund 2,5 Milliarden Euro einbrachte. Fast 80 Prozent der Deutschen sehen die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffimporten inzwischen als große Bedrohung.

Andernorts bezeichnete Südkoreas Präsident die Abhängigkeit seines Landes von fossilen Energieträgern als "gefährliche Verwundbarkeit". Er treibt den Ausbau von Solarenergieprojekten voran. Auch Chinas Export von Solarmodulen verdoppelte sich im März im Vergleich zum Februar – ein Zeichen für den Wandel hin zu erneuerbaren Alternativen.

Fatih Birol, der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), macht für die Krise unter anderem die Politik von Donald Trump und Benjamin Netanjahu mitverantwortlich. Ihre Maßnahmen hätten, so Birol, zur aktuellen Instabilität beigetragen.

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Die Energiekrise setzt Haushalte unter Druck und verschärft die Ernährungsunsicherheit in gefährdeten Regionen. Während Ölkonzerne riesige Gewinne verbuchen, geraten Regierungen unter Handlungsdruck. Einige setzen auf Steuern und erneuerbare Energien – doch die langfristigen Folgen bleiben ungewiss.

Quelle