Skispringer-Team startet als Außenseiter – kann der Druckmangel zum Vorteil werden?
Gabriel HethurSkispringer-Team startet als Außenseiter – kann der Druckmangel zum Vorteil werden?
Deutschlands Skispringer-Team geht mit wenig Aufmerksamkeit in die Olympischen Spiele
Im Vergleich zu stärkeren Konkurrenten startet Deutschlands Skispringer-Mannschaft mit deutlich weniger medialer Beachtung in die Olympischen Spiele. Anders als Spitzenationen wie Slowenien, Japan oder Österreich reist das deutsche Team als klarer Außenseiter nach Predazzo an. Manche sehen genau in diesem geringeren Druck einen möglichen Vorteil.
Der Deutsche Skiverband (DSV) hat für seine Athleten realistische interne Ziele gesteckt. Namen wie Philipp Raimund und Felix Hoffmann gelten zwar als mögliche Medaillenkandidaten, doch die Erwartungen bleiben bescheiden.
Jens Weißflog, vierfacher Olympiasieger im Skispringen, glaubt, dass der Außenseiterstatus dem Team sogar nutzen könnte. Aus eigener Erfahrung weiß er, dass geringerer Druck die Sportler mental und körperlich entlasten kann.
Die Konkurrenten stehen dagegen unter weit größerer Beobachtung. Der slowenische Star Domen Prevc etwa geht mit hohen Erwartungen an, in Predazzo doppeltes Gold zu holen. Weißflog meint, dass solcher Druck die Leistung manchmal sogar beeinträchtigen kann – während Deutschlands unaufgeregter Ansatz sich als unerwarteter Vorteil erweisen könnte.
Das deutsche Team tritt ohne die Last hoher Erwartungen an. Der Fokus liegt auf individuellen Leistungen, nicht auf Podestdominanz. Wie sich diese Strategie auswirkt, wird sich zeigen, wenn in Predazzo die ersten Wettbewerbe beginnen.






