Siemensstadt Square wird zum lebendigen Wohnquartier mit 3.750 neuen Wohnungen
Gesa EigenwilligSiemensstadt Square wird zum lebendigen Wohnquartier mit 3.750 neuen Wohnungen
Siemensstadt Square in Berlin steht vor radikaler Umgestaltung
Der Berliner Stadtteil Siemensstadt Square wird nach einem überarbeiteten Masterplan grundlegend umgestaltet. Die aktualisierte Planung sieht nun Platz für 3.750 Wohnungen vor – fast doppelt so viele wie im ursprünglichen Entwurf – und reduziert Büroflächen zugunsten von Wohnraum und Grünanlagen. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 4,5 Milliarden Euro, darunter 750 Millionen Euro von Siemens, handelt es sich um eines der größten städtischen Entwicklungsprojekte Berlins seit Jahrzehnten.
Das 76 Hektar große Gelände im Bezirk Spandau wird künftig 50 Prozent der Fläche für Wohnraum reservieren – ein Anstieg gegenüber den ursprünglich 2021 geplanten 40 Prozent. Der Anteil an Büros wurde von 30 auf 20 Prozent gekürzt, während Grünflächen stabil bei 30 Prozent bleiben, mit einem stärkeren Fokus auf bezahlbaren Wohnraum. Der überarbeitete Plan sieht zudem Zonen für Industrie, Freizeitnutzung sowie eine neue Grundschule für 600 Schülerinnen und Schüler vor, ergänzt durch zwei Kita-Standorte.
Der Baubeginn ist für 2024 vorgesehen, die Fertigstellung soll in den 2030er-Jahren erfolgen. Ein zentrales Element des Projekts ist die Reaktivierung der historischen Siemensbahn, die bis Ende 2029 als S-Bahn-Linie wieder in Betrieb gehen soll. Gewerbeflächen werden in einem eigenen Campus in der Nähe des künftigen S-Bahnhofs Siemensstadt gebündelt, was die Anbindung für Anwohner und Beschäftigte verbessert.
Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) bezeichnete den aktualisierten Plan als einen "entscheidenden Meilenstein" für den Stadtteil. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird das Viertel etwa 40.000 Menschen Platz bieten und Wohnen, Industrie sowie Freizeitnutzung vereinen.
Der überarbeitete Masterplan, der im Frühjahr 2025 verabschiedet wurde, setzt klare Schwerpunkte auf Wohnraum und Nachhaltigkeit. Mit einer Beteiligung von 750 Millionen Euro durch Siemens am 4,5-Milliarden-Projekt beginnen die Bauarbeiten bereits im kommenden Jahr. Ziel ist es, bis zur vollständigen Eröffnung in den 2030er-Jahren urbanes Leben, Grünflächen und Verkehrsanbindungen in Einklang zu bringen.






