07 February 2026, 04:49

Sachsens Karneval feiert Comeback mit 25.000 Besuchern und neuem Prinzenpaar

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto eines Umzugs in Berlin, Deutschland, mit Menschen auf dem Boden und auf Pferden, einer Statue, Straßenlaternen, Bäumen, Gebäuden mit Fenstern und einem bewölkten Himmel, mit Text unten.

Sachsens Faschingsfans starten optimistisch in den Straßenfasching - Sachsens Karneval feiert Comeback mit 25.000 Besuchern und neuem Prinzenpaar

Sachsens größter Karnevalsumzug kehrt am 15. Februar mit neuer Energie zurück

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Der Umzug in Radeburg, der unter dem Motto "RaBu Irrenhaus – wild und wunderbar verrückt" steht, markiert nach Jahren des Rückgangs einen hoffnungsvollen Neuanfang. Erstmals wird das Bundesland zudem ein eigenes Karnevalspaar krönen: Désirée I. und Simon I. vom Pegauer Karnevalsclub.

Der Radeburger Umzug ist seit langem ein Höhepunkt der sächsischen Karnevalssaison. In diesem Jahr rechnen die Veranstalter bei trockenem und sonnigem Wetter mit bis zu 25.000 Besuchern. Der Eintritt kostet für Erwachsene 5 Euro, Kinder und Schüler unter 14 Jahren haben freien Eintritt.

In den vergangenen fünf Jahren sind die Besucherzahlen beim Karneval in Sachsen jedoch stark eingebrochen. Die Zahlen sanken von etwa 50.000 jährlichen Gästen auf weniger als 20.000 – bedingt durch die COVID-19-Beschränkungen und nachlassendes Interesse. Währenddessen blieben die Feiern in Nordrhein-Westfalen, die jährlich 7 bis 10 Millionen Menschen anziehen, deutlich widerstandsfähiger. Wirtschaftlich bringen die Veranstaltungen in NRW den Kommunen 1 bis 2 Milliarden Euro ein, während Sachsens Karnevalsfeiern nur 5 bis 10 Millionen Euro umsetzen.

Trotz dieser Schwierigkeiten wächst die Begeisterung wieder. Jörg Weiser, Präsident des Verbandes Sächsischer Karnevalsvereine, betont, dass die Vereine in dieser Saison im Vergleich zu den Vorjahren erleichtert sind. Der Verband vertritt 186 Vereine im ganzen Land mit rund 22.000 aktiven Mitgliedern. Der Umzug in Radeburg verspricht ein farbenfrohes und verrücktes Spektakel – bewusst ohne politische Themen.

Das Event steht für einen Neuanfang der sächsischen Karnevalstradition. Mit dem neuen Prinzenpaar und gestiegener Motivation unter den Teilnehmern hoffen die Organisatoren auf größere Besucherzahlen. Der Erfolg des Umzugs könnte dazu beitragen, das Interesse an einem Fest zu beleben, das in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Herausforderungen zu kämpfen hatte.