11 May 2026, 02:26

Sachsen will VW-Zwickau mit chinesischen E-Auto-Herstellern retten – doch was bedeutet das für Arbeitsplätze?

Schwarze und weiße Werbung für die Louis Eilers Hannover-Herrenhausen-Fabrik, die das Fabrikgebäude mit begleitendem Text zeigt.

Sachsen will VW-Zwickau mit chinesischen E-Auto-Herstellern retten – doch was bedeutet das für Arbeitsplätze?

Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter hat eine Partnerschaft zwischen Volkswagen und chinesischen Herstellern von Elektrofahrzeugen am Standort Zwickau vorgeschlagen. Das Vorhaben zielt darauf ab, Arbeitsplätze zu sichern und ungenutzte Produktionskapazitäten besser auszuschöpfen. Panter betonte, dass China mittlerweile eine Führungsrolle in der E-Mobilitätsinnovation einnehme – Kooperationen dieser Art seien daher zunehmend relevant.

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Das Werk Zwickau, das 2019 vollständig auf die Produktion von Elektrofahrzeugen umgestellt wurde, beschäftigt derzeit rund 10.000 Mitarbeiter direkt. Weitere 30.000 Arbeitsplätze in der Region hängen von seinem Betrieb ab. Allerdings blieb die Nachfrage nach den dort gefertigten ID-Modellen hinter den Erwartungen zurück, was zu Produktionskürzungen und Stellenabbau führte.

Ursprünglich hatte Volkswagen geplant, das Werk bis zum 1. Januar 2027 in die Volkswagen AG zu integrieren. Dieser Schritt wurde nun verschoben. Panters Vorschlag sieht stattdessen ein Joint Venture mit einem chinesischen Automobilhersteller vor, um die ungenutzten Kapazitäten des Standorts effizienter zu nutzen.

Laut Panter ist China in der E-Mobilität längst keine aufstrebende Nation mehr, sondern ein technologischer und industrieller Vorreiter. Gleichzeitig unterstrich er, dass klare europäische Regeln und Standards für eine solche Partnerschaft unverzichtbar seien. Das Ziel bleibe, die Zukunft des Werks zu sichern und die regionalen Arbeitsplätze zu erhalten.

Der Vorschlag spiegelt den wachsenden Einfluss chinesischer Hersteller in der Elektromobilität wider. Sollte er umgesetzt werden, könnte er die Produktion in Zwickau stabilisieren und Arbeitsplätze sichern. Volkswagen hat bisher noch nicht bestätigt, ob das Joint-Venture-Projekt weiterverfolgt wird.

Quelle