Sachsen kämpft mit dramatischer Energiewarmut: Stromsperren verdreifacht sich in Leipzig

Gesa Eigenwillig
Gesa Eigenwillig
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Ein detailliertes Zeichnung einer Karte auf Papier, die die Stadt Leipzig, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden, Sehenswürdigkeiten und begleitendem Text zeigt, der Informationen über die Stadt liefert.Gesa Eigenwillig

Anzahl der Stromausfälle in Leipzig hat deutlich zugenommen - Sachsen kämpft mit dramatischer Energiewarmut: Stromsperren verdreifacht sich in Leipzig

Die Linke schlägt Alarm wegen steigender "Energiewarmut" in Sachsen, wo die Zahl der Stromabschaltungen stark zunimmt. Besonders betroffen sind demnach gefährdete Gruppen – Kinder, ältere Menschen und Personen mit gesundheitlichen Problemen –, die unter den Folgen längerer Stromsperren am stärksten leiden.

Allein in Leipzig hat sich die Zahl der Abschaltungen verdreifacht: In 70 Prozent der betroffenen Haushalte fiel der Strom bis zu 15 Tage lang aus. Die Entwicklung spiegelt eine landesweite Krise wider: 2025 wurden in Sachsen rund 7.500 Haushalte wegen unbezahlter Rechnungen vom Netz genommen – fast 2.000 mehr als im Vorjahr. Für 2024 liegen keine genauen Zahlen vor, da weder Behörden noch Versorger wie die Mitteldeutsche Netzgesellschaft zentrale Daten veröffentlichen.

Die Linke fordert nun dringende Maßnahmen, um die Krise einzudämmen. Zu ihren Vorschlägen gehören ein Verbot von Stromsperren sowie die Einführung eines kostenlosen oder stark subventionierten Grundkontingents an Strom. Zudem setzt sich die Partei für einen Sozialfonds ein, der von Energieunternehmen und dem Land finanziert wird, um Haushalte in extremen Notlagen zu unterstützen.

Ohne Gegenmaßnahmen werde sich die Energiewarmut in Sachsen weiter verschärfen, warnt Die Linke. Die vorgeschlagenen Reformen sollen die am stärksten gefährdeten Bürger vor langfristigen Abschaltungen schützen. Der Appell kommt zu einer Zeit, in der unbezahlte Rechnungen und länger andauernde Stromausfälle weiter ansteigen.