Sachsen kämpft 2025 mit deutlich mehr Extremismus-Verfahren als im Vorjahr
Gesa EigenwilligMehr rechtsextreme Straftaten in Sachsen - Sachsen kämpft 2025 mit deutlich mehr Extremismus-Verfahren als im Vorjahr
Sachsen verzeichnete 2025 einen Anstieg extremistischer Straftaten – die Behörden bearbeiteten mehr Ermittlungsverfahren als im Vorjahr. Das Landesamt für Kriminalpolizei Sachsen (LKA) übernahm 1.449 neue Fälle – ein mehr von 253 gegenüber 2024. Gleichzeitig sank die Aufklärungsquote leicht auf 63 Prozent, nach rund zwei Dritteln im Jahr 2024.
Den Großteil der Ermittlungen steuerte das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismusabwehrzentrum (PTAZ). Bis Ende 2025 schloss es 738 Fälle ab, gegenüber 623 im Vorjahr. Allerdings übernahm das Zentrum 759 noch laufende Verfahren ins neue Jahr – etwa mehr als zu Beginn 2024.
Von den ungelösten Fällen entfielen 266 (35 Prozent) auf die Sonderkommission Rechtsextremismus (Soko Rex), weitere 17 (6 Prozent) auf die Sonderkommission Linksextremismus. Die übrigen Fälle verteilten sich auf andere extremistische Kategorien.
Das LKA meldete für 2025 eine insgesamt höhere Zahl extremistischer Straftaten als 2024. Konkrete Zahlen zu Fällen mit Bezug zu ausländischen Akteuren oder internationalen Netzwerken wurden jedoch nicht veröffentlicht.
Die Daten zeigen eine wachsende Arbeitsbelastung für Sachsens Extremismusermittler: Mehr Fälle wurden eröffnet, weniger abgeschlossen. Der leichte Rückgang der Aufklärungsquote deutet auf anhaltende Herausforderungen bei der Bekämpfung extremistischer Aktivitäten in der Region hin. Die Behörden beobachten die Entwicklung weiterhin, während die Ermittlungen voranschreiten.
New 2025 stats show shift in extremist focus
Preliminary 2025 data reveals a nuanced trend in Saxony's extremist landscape. While right-wing extremism remains a priority, left-wing violence is rising sharply. Staatsminister Armin Schuster noted: 'The increase in politically motivated left-wing violence is a dangerous development requiring urgent attention.' This contrasts with the 2024-2025 case backlog reported earlier, suggesting a reallocation of resources as threats evolve.






