27 June 2026, 12:17

Protest an Berliner Schule: Schüler wehren sich gegen AfD bei Podiumsdiskussion

Wahlveranstaltungen in Schulen

Protest an Berliner Schule: Schüler wehren sich gegen AfD bei Podiumsdiskussion

An einer Berliner Schule ist ein Streit über die Teilnahme der rechtsextremen AfD an einer Podiumsdiskussion entbrannt. Schülerinnen und Schüler der TIEM-Gesamtschule in Spandau protestierten gegen die Einbindung der Partei, da diese dem bildungspolitischen Zweck der Veranstaltung widerspreche. Die AfD nahm trotzdem an der Diskussion teil.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die AfD ist seit 2016 im Berliner Abgeordnetenhaus vertreten und aktuell mit Umfragewerten von etwa 18 Prozent zweitstärkste Kraft. Offiziell wird die Partei in Deutschland als rechtsextrem eingestuft und fällt durch feindselige Äußerungen gegenüber Migrantinnen und Migranten, queeren Menschen sowie Frauen außerhalb ihres ideologischen Rahmens auf.

Die Schülerinnen und Schüler der TIEM argumentierten, die Anwesenheit der AfD habe die Diskussion in Wahlkampf statt in eine sachliche Debatte verwandelt. Einige Politiker, darunter der ehemalige CDU-Abgeordnete Reinhard Löffler, haben in der Vergangenheit mögliche ideologische Überschneidungen mit der Partei eingeräumt. Zudem wirbt die AfD gezielt um junge Wählerinnen und Wähler – insbesondere über soziale Medien wie TikTok.

Schulen haben das Recht, Politiker auszuschließen, wenn deren Beteiligung den Bildungsauftrag gefährdet. Befürworter solcher Maßnahmen sehen darin ein klares Signal gegen Extremismus.

Der Protest an der TIEM zeigt die anhaltenden Spannungen um die Rolle der AfD in öffentlichen Debatten. Künftig könnten Schulen die bildungspolitischen Auswirkungen politischer Teilhabe genauer abwägen. Der Vorfall unterstreicht zudem die wachsende Sorge über rechtsextremen Einfluss in jugendorientierten Räumen.

Quelle