Prass und Schmid: Wie Österreichs Flexibilitäts-Assse die WM herausfordern
Sibilla HartungPrass und Schmid: Wie Österreichs Flexibilitäts-Assse die WM herausfordern
Zwei österreichische Nationalspieler – Alexander Prass und Romano Schmid – haben sich in Deutschland einen Namen mit ihrer positionellen Flexibilität gemacht. Beide Akteure glänzen auf Vereinsebene in verschiedenen Rollen, doch im Nationalteam werden sie oft auf festere Positionen festgelegt. Ihre Anpassungsfähigkeit ist vor dem WM-Auftakt Österreichs ein viel diskutiertes Thema.
Alexander Prass, aktuell bei Hoffenheim unter Vertrag, übernimmt dort eine offensivere Rolle als in der Nationalmannschaft. Er versteht seine Aufgabe darin, sich dort einzufügen, wo der Trainer ihn braucht, und ist stolz auf seine schnelle Anpassungsfähigkeit. In einer Phase, die er als die beste seiner Auslandskarriere bezeichnet, führt er seinen Entwicklungsfortschritt auf die Zusammenarbeit mit Ralf Rangnick zurück – jenem Coach, der in den vergangenen Jahren sowohl ihn als auch Schmid geprägt hat.
Romano Schmid, der für Werder Bremen aufläuft, agiert mal auf der rechten Außenbahn, mal als linker Flügelspieler oder sogar im Sturm. Obwohl er eine zentrale Offensiveposition bevorzugt, findet er sich im Nationalteam häufig auf der rechten Seite wieder. Der Wechsel zwischen den Positionen reizt ihn, und seine konsequent starken Leistungen über drei bis vier Jahre hinweg haben ihn zu einer verlässlichen Stütze gemacht.
In der deutschen Fußballszene wird positionelle Flexibilität oft am Beispiel von Joshua Kimmich diskutiert, der bei Bayern München vielseitig im Mittelfeld eingesetzt wird, in der DFB-Elf jedoch meist als fester Rechtsverteidiger spielt. Doch Prass und Schmid verkörpern besonders eindrucksvoll, wie sich vereinsinterne Vielseitigkeit mit oft starren Nationalteam-Rollen kontrastieren lässt.
Beide werden voraussichtlich im österreichischen WM-Kader stehen und ihre Anpassungsfähigkeit auf die internationale Bühne tragen. Ihr Vermögen, in verschiedenen Rollen zu überzeugen, hat ihre Vereinskarrieren in Deutschland geprägt. Nun wird sich zeigen, ob sich diese Flexibilität auch auf dem größten Fußballturnier der Welt in Erfolg ummünzen lässt. Die WM könnte zudem verdeutlichen, wie Nationalmannschaften individuelle Stärken mit taktischer Disziplin in Einklang bringen.






