22 March 2026, 00:36

Porsche bremst E-Auto-Pläne: Verbrenner und Hybride bleiben länger im Programm

Werbung für Premier Cycle Cars mit einem klassischen schwarzen Auto mit schlankem Design und weißer Schrift.

Porsche bremst E-Auto-Pläne: Verbrenner und Hybride bleiben länger im Programm

Porsche hat seine Pläne, bis 2030 vollständig auf Elektroantrieb umzustellen, zurückgeschraubt. Das Unternehmen wird seine Modelle mit Verbrennungsmotor und Hybridantrieb länger im Programm behalten als ursprünglich vorgesehen. Diese Kurskorrektur erfolgt vor dem Hintergrund von Marktunsicherheiten und steigenden Kosten in der gesamten Branche.

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Betroffen von der Entscheidung sind zentrale Baureihen wie der Panamera und der Cayenne, die weiterhin mit Benzin- und Hybridantrieben erhältlich bleiben. Unterdessen hat der Aktienkurs von Porsche ein 52-Wochen-Tief erreicht – ein weiteres Zeichen für die wirtschaftlichen Belastungen, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Im frühen Jahr 2024 entfielen lediglich 12 Prozent der Porsche-Verkäufe auf Elektrofahrzeuge, während sich über 80 Prozent der Käufer für Modelle mit Verbrennungsmotor entschieden. Bis Anfang 2026 stieg der Elektroanteil zwar auf etwa 25 bis 30 Prozent – getrieben durch Modelle wie den Macan Electric und den Taycan –, doch machten Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor weiterhin rund 60 bis 65 Prozent der Verkäufe aus.

Die überarbeitete Strategie des Sportwagenherstellers folgt auf einen deutlichen Anstieg der Energiepreise und unsichere Inflationsprognosen. Allein der Preis für Brent-Rohöl kletterte in den vergangenen Monaten um 27 Prozent, was die finanzielle Belastung weiter verschärft. Auch die Europäische Zentralbank hat ihre Inflationserwartung für 2026 auf 2,6 Prozent nach oben korrigiert – ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor für die wirtschaftliche Planung.

Die Gewinnmargen von Porsche werden in diesem Jahr maßgeblich von den Verkäufen der hochpreisigen Hybridmodelle in Europa und China abhängen. Durch die Beibehaltung von Benzin- und Hybridvarianten will die Marke ihre Erträge gegen Marktschwankungen absichern. Die Anpassung spiegelt zudem die übergeordneten Herausforderungen der Elektromobilität wider, darunter die Batterietechnologie, die Ladeinfrastruktur und Engpässe bei Rohstoffen.

Mit dem angepassten Zeitplan bleibt Porsche länger als geplant auf dem Markt mit Verbrennern und Hybriden präsent. Der Wandel hin zur E-Mobilität vollzieht sich nun schrittweiser, während Benzin- und Hybridfahrzeuge weiterhin eine zentrale Rolle im Absatz spielen. Dieser Ansatz soll Wachstum und finanzielle Stabilität in einem unberechenbaren wirtschaftlichen Umfeld in Einklang bringen.

Quelle