16 March 2026, 00:42

Oberlausitz droht der wirtschaftliche Kollaps durch Energiekosten und Jobverluste

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der Menschen in Armut und die Armutsquote von 1959 bis 2005 zeigt, mit begleitendem Text.

Bedenken wegen struktureller Wandels in der Oberlausitz - Oberlausitz droht der wirtschaftliche Kollaps durch Energiekosten und Jobverluste

Oberlausitz kämpft mit schrumpfender Bevölkerung und anhaltendem Arbeitsplatzabbau

Der CDU-Abgeordnete Marko Schiemann warnt nun, dass der Strukturwandel in der Region ins Stocken gerät. Er fordert dringende Kurskorrekturen in der Energiepolitik und mehr Engagement bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Seit 1995 haben die Landkreise Görlitz und Bautzen etwa 180.000 Einwohner verloren. Gleichzeitig gehen weiter Jobs verloren, da energieintensive Betriebe bis 2025 wegen steigender Energiekosten schließen müssen. Schiemann, Landtagsabgeordneter aus Bautzen, betont, dass der Ausstieg aus dem Braunkohleabbau beschleunigt werden müsse, um einen weiteren wirtschaftlichen Niedergang zu verhindern.

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Lokale Verantwortungsträger fordern von der Politik schnelleres Handeln. Schiemann verweist auf den Bedarf von mindestens 10.000 neuen Industriearbeitsplätzen, um die Verluste durch den Kohleausstieg auszugleichen. Doch obwohl 40 Milliarden Euro für den Strukturwandel in den Kohleregionen bereitstehen, gibt es für die Oberlausitz keine konkreten Beschäftigungsziele.

Auch der Ausbau der Infrastruktur steht auf der Agenda. Schiemann plädiert für eine sechsspurige Erweiterung der Autobahn A4 sowie die Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden–Polen. Ohne diese Maßnahmen, so seine Warnung, bleibe die wirtschaftliche Zukunft der Region ungewiss.

Der Strukturwandel in der Oberlausitz steht vor großen Herausforderungen – von Arbeitsplatzmangel bis zu hohen Energiekosten. Schiemanns Forderungen nach politischen Weichenstellungen und besseren Verkehrsverbindungen zielen darauf ab, die Region zu stabilisieren. Ohne konkrete Schritte drohen jedoch weiterer Bevölkerungsrückgang und industrieller Niedergang.

AKTUALISIERUNG

Neue Arbeitsplatzschaffung in der Oberlausitz: Fortschritte bei der Schaffung von Arbeitsplätzen

Neue Zahlen vom Oktober 2025 zeigen ermutigende Entwicklungen im Arbeitsmarkt der Region. Ein Bericht bestätigt 5.780 angekündigte und 1.950 geschaffene Arbeitsplätze durch strukturelle Maßnahmen, die die Befürchtungen eines Zusammenbruchs der industriellen Beschäftigung entkräften. Obwohl die langfristige Perspektive ungewiss bleibt, ist das kurzfristige Gleichgewicht positiv, da Investitionen in Bereichen wie Oberspreewald-Lausitz steigen. Diese Zahlen lassen vermuten, dass das Ziel von 10.000 neuen Arbeitsplätzen, um die Verluste durch den Kohleausstieg auszugleichen, noch erreichbar ist.