Niedersachsen diskutiert den Frauentag als neuen gesetzlichen Feiertag
Gabriel HethurNiedersachsen diskutiert den Frauentag als neuen gesetzlichen Feiertag
Vorschlag für Frauentag als gesetzlichen Feiertag in Niedersachsen gewinnt an Fahrt
Eine Initiative, den Internationalen Frauentag am 8. März zu einem offiziellen Feiertag in Niedersachsen zu erklären, erhält zunehmend Unterstützung. Die von einem Bündnis aus Gewerkschaften und Frauenrechtsorganisationen getragene Kampagne hat bereits über 5.000 Unterschriften gesammelt. Das Bundesland hat derzeit mit nur zehn anerkannten Feiertagen pro Jahr die wenigsten in ganz Deutschland.
Hinter der Aktion stehen der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Gewerkschaft Verdi und der Landesfrauenrat. Ihre Petition traf auf breite Resonanz, sodass sich der Petitionsausschuss veranlasst sah, sie dem Landtag vorzulegen. Die Abgeordneten beauftragten daraufhin das Innenministerium, den Vorschlag zu prüfen.
Das Innenministerium führte in der Folge Gespräche mit den Initiator:innen sowie mit verschiedenen Verbänden und Gewerkschaften. Während Wirtschaftsvertreter:innen mögliche wirtschaftliche Nachteile anmahnten, verweist Verdi auf Studien, die keine negativen Auswirkungen nach der Einführung ähnlicher Feiertage in anderen Regionen nachweisen.
Die Befürworter:innen der Initiative wollen weiter für das Vorhaben werben. Geplant sind Treffen mit Landtagsabgeordneten und eine öffentliche Kampagne. Zudem werden sie am kommenden Mittwoch vor dem niedersächsischen Landtag präsent sein, wenn das Parlament in seiner nächsten Plenarsitzung über den Antrag berät. Damit der 8. März tatsächlich zum Feiertag wird, müsste eine Fraktion einen entsprechenden Gesetzesantrag einbringen.
Die Abstimmung steht in der anstehenden Plenarsitzung auf der Tagesordnung. Bei einer Zustimmung könnte der Internationale Frauentag in Niedersachsen künftig offiziell begangen werden – und wäre damit der erste neue Feiertag des Landes seit Jahren, der die bisherige Unterversorgung im Vergleich zu anderen Bundesländern verringert.
