Neue Spritpreisregeln ab 1. April 2026: Mehr Transparenz, aber keine Garantie für günstigere Tankfüllungen
Senta ScheelNeue Spritpreisregeln ab 1. April 2026: Mehr Transparenz, aber keine Garantie für günstigere Tankfüllungen
Deutschlands neue Kraftstoffpreisregeln treten nun am Mittwoch, den 1. April 2026, in Kraft – nach einer letzten Verzögerung. Ursprünglich sollte die Reform bereits am Samstag starten, stieß jedoch auf Widerstand von Mineralölkonzernen und Aufsichtsbehörden. Offizielle Stellen betonen, die Neuregelung sorge für mehr Transparenz – aber nicht zwangsläufig für günstigere Spritpreise.
Die Vorschrift erlaubt Tankstellen, die Preise nur noch einmal täglich, und zwar um 12:00 Uhr mittags, zu erhöhen. Senkungen sind hingegen jederzeit möglich. Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie (TIV) begrüßt den Schritt als wirksames Instrument gegen unfaire Preispolitik. Sprecher Herbert Rabl warnte jedoch: Falls die Preise nach der Mittagszeit nicht sinken, könnte dies auf eine verdeckte Absprache unter den Ölkonzernen hindeuten.
Die Linke kritisierte die Verzögerung als Zeichen politischer Schwäche. Die wirtschaftspolitische Sprecherin Janine Wissler argumentierte, die Regeln würden die Kosten für Verbraucher kaum spürbar senken. Zudem forderte sie eine Übergewinnsteuer, um die krisenbedingten Extraprofite der Mineralölkonzerne abzuschöpfen.
Die Spritpreise waren bereits seit Ende Februar 2026 stark angestiegen – ausgelöst durch den Kriegsausbruch im Iran. Noch liegen keine Daten zu Preisschwankungen zwischen Samstag und Montag, dem 30. März 2026, vor. Der TIV erwartet jedoch deutliche Preissenkungen nach 12:00 Uhr, sofern der Markt wie vorgesehen funktioniert.
Das neue System startet am Mittwoch: Tägliche Preiserhöhungen sind dann nur noch zur Mittagszeit erlaubt. Zwar könnte die Transparenz zunehmen, doch Kritiker zweifeln daran, dass Autofahrer dadurch spürbar entlastet werden. Regierung und Branche werden nun genau beobachten, ob es Anzeichen für Marktmanipulationen gibt.






