Merz drängt auf bessere Bahnverbindungen nach Polen und Tschechien
Gesa EigenwilligMerz drängt auf bessere Bahnverbindungen nach Polen und Tschechien
Unionsfraktionschef Friedrich Merz fordert bessere Schienenverbindungen nach Polen und Tschechien
Der Oppositionsführer und CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat sich für einen Ausbau der Eisenbahnstrecken nach Polen und Tschechien ausgesprochen. Die Modernisierung der Verbindungen bezeichnete er als eine zentrale strategische Priorität für Deutschland. Seine Äußerungen folgen Gesprächen mit den Regierungen beider Nachbarländer über die Verbesserung des grenzüberschreitenden Verkehrs.
Bei jüngsten Treffen hatten Vertreter Polens und Tschechiens das Thema Schienenanbindungen mit Merz erörtert. Im Anschluss betonte dieser die Notwendigkeit besserer Transportverbindungen Deutschlands nach Osteuropa – diese seien entscheidend für Handel und regionale Zusammenarbeit.
Das Thema wird nun erneut in den Kabinettsberatungen der Bundesregierung behandelt. Parallel dazu hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit den Ministerpräsidenten der ostdeutschen Bundesländer separate Gespräche über die wirtschaftliche Entwicklung der Region geführt. Dabei ging es zwar um allgemeine Fördermaßnahmen, die Schieneninfrastruktur stand jedoch nicht im Mittelpunkt.
Die Deutsche Bahn investiert bereits massiv in die Modernisierung des heimischen Netzes. Allein 2026 sind Rekordmittel in Höhe von 23 Milliarden Euro für Netzausbau und Sanierungen vorgesehen, mit umfangreichen Projekten bis 2036. Zusätzliche Initiativen wie die "Taskforce Zuverlässige Bahn" sollen bis 2026/2027 die Pünktlichkeit erhöhen. Bisher konzentrieren sich diese Bemühungen jedoch auf das inländische Streckennetz – nicht auf grenzüberschreitende Verbindungen.
Die Forderung nach besseren Bahnverbindungen nach Polen und Tschechien gewinnt zunehmend politische Bedeutung. Ob der Vorschlag vorankommt, wird sich in den anstehenden Kabinettsberatungen zeigen. Aktuell bleiben Deutschlands Eisenbahninvestitionen vor allem auf die innerdeutsche Infrastruktur ausgerichtet, während der Ausbau ostwärts noch aussteht.






