Mecklenburg-Vorpommern will Stromtrasse nach Schweden wiederbeleben – doch Hindernisse bleiben
Sibilla HartungMV plant Pläne für Stromtrasse nach Schweden wieder auf - Mecklenburg-Vorpommern will Stromtrasse nach Schweden wiederbeleben – doch Hindernisse bleiben
Mecklenburg-Vorpommern drängt auf Wiederbelebung eines 2024 gestoppten Projekts für eine Stromtrasse zwischen Deutschland und Schweden
Die geplante Hansa PowerBridge soll die Windparks in Norddeutschland mit dem Stromnetz Südschwedens verbinden. Abgeordnete in Schwerin haben nun zu neuen Verhandlungen mit skandinavischen Vertretern aufgerufen.
Der Landtag in Schwerin forderte die Bundesregierung und die EU offiziell auf, die Machbarkeit des Vorhabens neu zu prüfen. Dabei wurde betont, dass skandinavische Wasserkraft als natürlicher Speicher dienen könnte, um Schwankungen bei Wind- und Solarenergie auszugleichen. Diese Flexibilität würde es Deutschland ermöglichen, Überschussstrom aus Windkraft bei Spitzenproduktion zu exportieren.
Im Gegenzug könnte Schweden Deutschland in Phasen hoher Nachfrage mit Strom versorgen. Allerdings müssten frühere Bedenken – etwa mögliche kurzfristige Großhandelspreisspitzen von bis zu 15 Prozent in Schweden – erneut bewertet werden. Das geplante Hochspannungs-Gleichstromkabel bleibt ein zentraler Punkt, auch wenn es seit 2024 keine aktuellen Fortschritte gab.
Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Schwedens Wirtschaft für 2026 ein Wachstum von 2,6 Prozent prognostiziert wird, getrieben durch privaten Konsum und Exporte. Während das Land über einen Euro-Beitritt diskutiert und seine EU-Bindungen stärkt, könnte die Energiekooperation mit Deutschland die regionale Strommarktintegration weiter vorantreiben.
Die Wiederbelebung der Hansa PowerBridge hängt von erneuten Gesprächen zwischen Deutschland, Schweden und der EU ab. Bei einer Genehmigung würde das Kabel überschüssige deutsche Windenergie mit schwedischen Wasserkraftreserven verbinden. Die nächsten Schritte sind jedoch noch unklar – doch die Verantwortlichen in Schwerin haben ihre Position deutlich gemacht.






