Linnemanns Drei-Punkte-Plan: Wie die CDU Bürokratie für Unternehmen abbauen will
Gesa EigenwilligLinnemanns Drei-Punkte-Plan: Wie die CDU Bürokratie für Unternehmen abbauen will
Carsten Linnemann, Generalsekretär der deutschen CDU, hat einen Drei-Punkte-Plan vorgelegt, um die Belastung der deutschen Wirtschaft zu verringern. Seine Vorschläge zielen darauf ab, Bürokratie abzubauen und den Papierkram für Unternehmen – insbesondere für kleinere Betriebe – zu erleichtern. Die Maßnahmen sollen die Wettbewerbsfähigkeit stärken, während gleichzeitig schärfere Strafen bei Regelverstößen durchgesetzt werden.
Linnemann forderte die sofortige Aussetzung aller Dokumentationspflichten für Unternehmen. Er schlug eine dreijährige Pause für verpflichtende Bürokratie vor und argumentierte, das aktuelle System unterstelle Unternehmen pauschal unehrliches Handeln. Aus seiner Sicht schaffe die bestehende Regelung unnötigen Verwaltungsaufwand, ohne nützliche Erkenntnisse zu liefern.
Zudem verlangte er die Abschaffung des deutschen Lieferkettengesetzes. Stattdessen solle es neue, EU-weite Vorschriften geben. Ein weiterer zentraler Punkt war die Abschaffung aller verbleibenden analogen statistischen Meldungen, bis digitale Alternativen verfügbar sind.
Sein Plan sieht das Prinzip "weniger Bürokratie, aber strengere Kontrollen und spürbare Sanktionen bei Verstößen" vor. Linnemann betonte, dass Vorrang Maßnahmen haben sollten, die die wirtschaftliche Stärke Deutschlands fördern. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird am Dienstag abschließende Entlastungsvorschläge für die Wirtschaft beschließen.
Im Fokus stehen vor allem Entlastungen für kleine und mittlere Unternehmen sowie Betriebe mit weniger als 5.000 Beschäftigten. Die Pläne der Union sehen vor, Dokumentationspflichten vorübergehend auszusetzen und auf EU-Reformen zu drängen. Falls umgesetzt, könnten sie die Verwaltungskosten für tausende Unternehmen senken. Die finalen Beschlüsse werden nach den Beratungen am Dienstag bekannt gegeben.






