18 March 2026, 16:24

Leipziger Beratungsstelle kämpft gegen religiösen Extremismus bei Jugendlichen

Eine Liniengrafik, die die Anzahl muslimischer Amerikaner zeigt, die seit dem 11. September in die extremistische Gewalt verwickelt waren, mit begleitendem erklärendem Text.

Leipziger Beratungsstelle kämpft gegen religiösen Extremismus bei Jugendlichen

Beratungsstelle Sachsen in Leipzig unterstützt Jugendliche mit Radikalisierungsrisiko

Die Beratungsstelle Sachsen in Leipzig begleitet junge Menschen, die Gefahr laufen, sich religiösem Extremismus zuzuwenden. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 konzentriert sich die Einrichtung auf Prävention, Schulungen und Deradikalisierung für Betroffene, die von Radikalisierungsprozessen erfasst sind. Ihr Angebot richtet sich auch an Eltern, Pädagog:innen und Fachkräfte, die Rat zu extremismusbezogenen Herausforderungen suchen.

Das Zentrum bietet maßgeschneiderte Workshops für Schüler:innen, Jugendliche und junge Erwachsene an. Thematische Schwerpunkte sind unter anderem islamische Grundlagen, das Leben in einer pluralen Gesellschaft sowie der Austausch zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen. Ein spezielles Programm unterstützt zudem muslimische Frauen mit Flucht- oder Migrationshintergrund bei Themen wie Rassismus, Diskriminierungserfahrungen und Empowerment.

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Für Fachkräfte hält die Beratungsstelle gezielte Fortbildungen bereit, um Kompetenzen im Bereich der Radikalisierungsprävention zu stärken. Erzieher:innen, Sozialarbeiter:innen und andere Multiplikator:innen erhalten Instrumente, um frühe Anzeichen von Extremismus zu erkennen und wirksam gegenzusteuern. Darüber hinaus führt die Einrichtung gezielte Deradikalisierungsmaßnahmen für Personen durch, die bereits tief in extremistischen Ideologien verstrickt sind.

Die Beratungsstelle hat ihren Sitz in der Stieglitzstraße 84 in Leipzig und ist Teil des Violence Prevention Network. Hilfesuchende können sich unter der Telefonnummer 49 341 97854780 oder per E-Mail an [email protected] wenden. Zwar werden konkrete Teilnehmerzahlen nicht veröffentlicht, doch die Einrichtung baut ihre Angebote kontinuierlich aus.

Ziel der Beratungsstelle Sachsen ist es, durch Aufklärung und Intervention Toleranz zu fördern und Radikalisierung rückgängig zu machen. Ihr Wirken umfasst sowohl präventive Arbeit als auch direkte Unterstützung für Menschen, die extremistische Pfade verlassen möchten. Die Initiative bleibt eine zentrale Anlaufstelle für Gemeinschaften, die sich mit religiös motiviertem Extremismus auseinandersetzen.

Quelle