Kretschmer diskutiert mit Wirtschaft über ICE-Halt in Riesa und Straßenausbau
Gesa EigenwilligKretschmer diskutiert mit Wirtschaft über ICE-Halt in Riesa und Straßenausbau
Lokale Führungskräfte und Vertreter der Wirtschaft trafen sich am 2. Februar 2024 mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, um drängende Verkehrs- und Wirtschaftsfragen zu erörtern. Im Mittelpunkt der Gespräche standen der Ausbau von Straßen, die Verbesserung der Schienenanbindung sowie die Reduzierung bürokratischer Hürden für das regionale Wachstum.
An der Runde nahmen Verantwortliche aus den umliegenden Gemeinden und Vertreter der Riesaer Wirtschaft teil. Zu den zentralen Themen zählten der Ausbau der Bundesstraßen B 169 und B 98, die Optimierung der Bahnanbindung sowie die Vereinfachung von Verwaltungsverfahren für Unternehmen.
Ein zentraler Diskussionspunkt war die Forderung nach einem ICE-Halt in Riesa. Die Teilnehmer argumentierten, dass dies die Fernverkehrsanbindung stärken und die wirtschaftlichen Perspektiven der Stadt verbessern würde. Allerdings plant die Deutsche Bahn, im Rahmen der kommenden Fahrplanänderung die meisten ICE-Linie-50-Halte in Riesa zu streichen – ein Vorhaben, das von der Fahrgastvereinigung PRO BAHN und der Linksfraktion scharf kritisiert wird.
Während des Treffens wurden konkrete Maßnahmen vereinbart, darunter eine engere Abstimmung zwischen Landes-, Kommunal- und Bundesbehörden, die Prüfung von Finanzierungsmöglichkeiten sowie der Abbau überflüssiger Bürokratie. Ministerpräsident Kretschmer nahm die vorgebrachten Bedenken zur Kenntnis und betonte die Notwendigkeit einer fortlaufenden Zusammenarbeit.
Seit dem Gespräch gab es bis 2026 keine weiteren öffentlich bekannten Entwicklungen in der Debatte um den ICE-Halt.
Die Diskussionen unterstrichen die Bedeutung leistungsfähiger Verkehrsverbindungen für die regionale Mobilität und Wirtschaftskraft. Zwar gestaltet sich die Umsetzung eines ICE-Halts schwierig, doch zielen die beschlossenen Schritte darauf ab, Verfahren zu beschleunigen und die Infrastruktur zu modernisieren. Künftige Fortschritte hängen von der anhaltenden Kooperation zwischen Behörden und Akteuren ab.






