Kleinbauern kämpfen um Klimafinanzierung – trotz globaler Ernährungssicherheit
Gabriel HethurKleinbauern kämpfen um Klimafinanzierung – trotz globaler Ernährungssicherheit
Bäuerliche Organisationen sind oft am besten darin, lokale Lösungen für Klimaresilienz und Landschaftswiederherstellung zu finden und auszubauen. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Sicherung der globalen Nahrungsmittelproduktion und dem Aufbau nachhaltiger Zukunftsperspektiven. Dennoch erhalten sie trotz der größten Risiken nur sehr geringe Klimafinanzierungen.
Familienbetriebe erzeugen mehr als die Hälfte der weltweiten Nahrungskalorien und sichern global ländliche Existenzgrundlagen. Doch der Klimawandel und unvorhersehbare Produktionskosten stellen für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern enorme Herausforderungen dar. Esther Penunia, Stephen Muchiri und Thomas Patriota haben kürzlich auf diese Schwierigkeiten hingewiesen.
Mitglieder des Bündnisses Family Farmers for Climate Action fordern einen neuen Fonds zur Verbesserung der Finanzierung. Der vorgeschlagene Resilienz- und Ermächtigungsfonds für Bäuerinnen und Bauern würde mehr Gelder direkt an Bauernverbände lenken. Aktuell fließen nur 0,36 Prozent der internationalen Klimafinanzierung für Anpassungsmaßnahmen direkt an Kleinbauern und ihre Organisationen.
Bäuerlich geführte Ansätze wie agroökologische und naturverträgliche Methoden können die Resilienz stärken, während sie gleichzeitig die Artenvielfalt fördern und nachhaltige Einkommen sichern. Vertreterinnen und Vertreter von 95 Millionen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Pazifikraum fordern größere Investitionen in diese Lösungen.
Wirksamere Klimafinanzierung könnte Kleinbauern dabei helfen, widerstandsfähige Ernährungssysteme aufzubauen und Klimaziele zu erreichen. Direkte Förderung würde es Bauernorganisationen ermöglichen, erprobte lokale Lösungen umzusetzen und auszuweiten. Diese Unterstützung ist entscheidend für die globale Ernährungssicherheit und nachhaltige Landschaften.
