Karneval im Straßenverkehr: Alkohol und Kostüme werden zur teuren Falle
Gabriel HethurKarneval im Straßenverkehr: Alkohol und Kostüme werden zur teuren Falle
Karnevalszeit bringt bunte Kostüme und ausgelassene Feiern – eine willkommene Abwechslung zur winterlichen Tristesse. Doch die Behörden warnen: Ausgelassene Stimmung ist kein Freibrief für rücksichtsloses Verhalten im Straßenverkehr. Strenge Regeln gelten für alle Autofahrer – ob verkleidet oder nicht – und wer betrunken am Steuer erwischt wird, muss mit harten Strafen rechnen.
Schon kleine Mengen Alkohol können für Fahrer schwerwiegende Folgen haben. Ab einem Blutalkoholwert von 0,5 Promille drohen mindestens 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein einmonatiger Führerscheinentzug. Kommt es zu einem Unfall, können bereits ab 0,3 Promille strafrechtliche Konsequenzen folgen – neben Geldstrafen und einem sechsmonatigen Fahrverbot.
Für Fahranfänger und junge Fahrer gelten noch strengere Vorschriften. Wer unter 21 Jahre alt ist oder sich noch in der Probezeit befindet, unterliegt einer absoluten Null-Promille-Grenze – Alkohol am Steuer ist tabu. Verstöße werden mit 250 Euro Strafe und einer Verlängerung der Probezeit geahndet.
Auch Radfahrer bleiben nicht verschont. Wer mit 1,6 Promille oder mehr erwischt wird, muss mit einer Strafverfolgung rechnen und könnte sogar den Führerschein verlieren. Für S-Pedelecs, die bis zu 45 km/h schnell fahren, gilt wie bei Mofas die 0,5-Promille-Grenze.
Selbst Kostüme können zum Problem werden. Autofahrer in Verkleidung müssen sicherstellen, dass ihre Sicht, ihr Gehör und ihre Bewegungsfreiheit nicht beeinträchtigt werden – das Gesicht muss stets vollständig erkennbar sein. Wer dagegen verstößt, riskiert ein Bußgeld von 60 Euro. Zudem können Versicherungen die Kosten bei einem Unfall verweigern, wenn unangemessene Kleidung die Ursache war.
Die Behörden weisen auch auf Restalkohol vom Vorabend hin. Selbst am Morgen nach einer Feier kann der Alkoholpegel noch zu hoch sein, um sicher Auto zu fahren.
Die Botschaft ist klar: Karneval ist keine Ausrede, um Verkehrsregeln zu missachten. Autofahrer, Radfahrer und E-Bike-Nutzer müssen nüchtern bleiben und sicherstellen, dass ihre Verkleidung die Sicherheit nicht gefährdet. Wer die Regeln ignoriert, muss mit Bußgeldern, Führerscheinentzug oder sogar strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.






