26 June 2026, 14:19

K+S setzt auf Windstrom: Werra-Werk wird direkt mit Ökostrom versorgt

Ab August: Strom direkt vom Windpark für das K+S Werra-Kraftwerk

K+S setzt auf Windstrom: Werra-Werk wird direkt mit Ökostrom versorgt

K+S macht großen Schritt in Richtung Klimaziele: Windstrom versorgt Werra-Werk direkt

Der Düngemittelhersteller K+S hat einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu seinen Klimazielen erreicht: Das Unternehmen sichert sich eine direkte Versorgung mit erneuerbarer Energie für sein Werra-Verbundwerk. In einer Partnerschaft mit der Hamburger MPC Capital wird ein Teil des Standorts künftig mit Windstrom betrieben – ganz ohne Anbindung an das öffentliche Netz. Damit unterstreicht K+S sein Vorhaben, bis 2045 klimaneutral zu werden.

Ab August speisen zwei Windkraftanlagen den Strom direkt in das Werra-Verbundwerk ein. Die Anlagen stehen nördlich von Philippsthal an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen und verfügen über eine Gesamtleistung von 11,4 Megawatt. Bei Volllast decken sie etwa zehn Prozent des Strombedarfs der Anlage und tragen damit rund drei Prozent zum jährlichen Verbrauch bei.

Betreiber des Windparks ist die MPC Capital mit Sitz in Hamburg. Laut dem direkten Belieferungsvertrag fließt der vor Ort erzeugte Strom unmittelbar in die Produktion von Düngemitteln und anderen K+S-Produkten. Diese Lösung ermöglicht es dem Werk, seinen Energieverbrauch flexibel an die Stromerzeugung der Anlagen anzupassen – und so die Effizienz zu steigern.

K+S investierte einen mittleren sechsstelligen Betrag in die Anbindung des Windparks an die Werksinfrastruktur. Die technischen Arbeiten waren innerhalb weniger Wochen abgeschlossen. Dr. Jens Christian Keuthen, im Vorstand zuständig für Dekarbonisierung und Energie, bestätigte, dass das Projekt voll und ganz zur langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens passe.

Die neue Windstromversorgung ist für K+S ein Novum: Erstmals wird ein Teil eines Kaliproduktionsstandorts mit erneuerbarer Energie betrieben – und das ohne Netzabhängigkeit. Das Projekt verringert die Abhängigkeit von externen Stromquellen und treibt die Bestrebungen des Konzerns voran, bis 2045 CO₂-neutral zu werden. Gleichzeitig zeigt die Initiative, wie Industrieanlagen erneuerbare Energien direkt vor Ort in ihre Prozesse integrieren können.

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