Jungheinrich kämpft mit Gewinnrückgang und Führungswechsel im Krisenjahr 2025
Sibilla HartungJungheinrich kämpft mit Gewinnrückgang und Führungswechsel im Krisenjahr 2025
Jungheinrich durchlebt in diesem Jahr tiefgreifende Veränderungen in Führung und Finanzperformance. Im ersten Quartal brach das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vergleich zu 2023 um die Hälfte ein. Gleichzeitig hat sich der Börsenwert des Unternehmens seit Ende 2025 um fast 30 Prozent verringert und liegt derzeit bei rund 2,6 Milliarden Euro.
Der Gewinnrückgang folgt auf einen schwierigen Jahresstart. Ein Streik im Werk Lüneburg sowie der harte Wettbewerb auf dem Markt belasteten die Ergebnisse von Jungheinrich stark. Diese Herausforderungen führten zu einem deutlichen Rückgang des EBIT in den ersten drei Monaten.
Auch in der Unternehmensführung gab es Umbrüche: Finanzvorständin Heike Wulff verließ das Unternehmen, nachdem ihr Mandat im Vorstand nicht verlängert wurde. CEO Lars Brzoska übernimmt nun kommissarisch die Finanzverantwortung, bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist.
Die Eigentumsverhältnisse bei Jungheinrich bleiben weiterhin weitgehend in den Händen der Gründerfamilie. Die 54 Millionen stimmberechtigten Stammaktien, die 53 Prozent des Gesamtkapitals repräsentieren, sind gleichmäßig auf die Nachkommen der beiden Töchter von Friedrich Jungheinrich aufgeteilt. Diese Anteile werden nicht öffentlich gehandelt. Die verbleibenden 45 Millionen stimmrechtslosen Vorzugsaktien sind hingegen im MDAX notiert und breit unter Investoren gestreut.
Mit Brzoska als vorübergehendem Finanzverantwortlichen steht Jungheinrich nun vor der Aufgabe, die Performance zu stabilisieren. Das Unternehmen muss sowohl operative Herausforderungen als auch Marktdruck bewältigen, um zu alter Stärke zurückzufinden. Die Suche nach einem neuen Finanzvorstand hat für den Aufsichtsrat nun höchste Priorität.






