Iris Knies verlässt Seligenstadt nach 36 Jahren prägender Sozialarbeit
Gabriel HethurIris Knies verlässt Seligenstadt nach 36 Jahren prägender Sozialarbeit
Iris Knies, eine ausgebildete Pädagogin, geht nach fast 40 Jahren im Dienst der Stadt Seligenstadt am 30. Juni in den Ruhestand. Ihre Karriere begann 1988 als Jugendbeauftragte unter Bürgermeister Karl Schmitt. Über die Jahrzehnte entwickelte sie sich zu einer prägenden Figur der sozialen und kulturellen Entwicklung der Stadt.
Knies startete ihre Tätigkeit in der offenen Jugendarbeit. Später leitete sie bedeutende Projekte wie den Platz der Freundschaft und das Nachbarschaftszentrum im Seligenstädter Norden. Auf ihre Initiative hin wurde zudem das städtebauliche Förderprogramm Soziale Stadt in die Region geholt.
2010 übernahm sie die Leitung des Fachbereichs Kindertagesbetreuung. Zwei Jahre später wurde sie zur Leiterin des Amts für Kinder, Senioren, Sport und Kultur ernannt – heute Amt für Kindertagesbetreuung, Sport und Kultur – das 87 Mitarbeiter beschäftigt. Durch ihre enge Zusammenarbeit mit Eltern, Trägern und Einrichtungen erwarb sie sich den Ruf einer verlässlichen Ansprechpartnerin.
Ein besonderes Anliegen war ihr die Namensgebung der Emmy-Stein-Kita in der Nähe des Freibads. Der Name ehrt Emmy Stein, ein jüdisches Mädchen, das in der NS-Zeit ermordet wurde. Während ihrer Laufbahn arbeitete Knies unter vier Bürgermeister:innen: Karl Schmitt, Rolf Wenzel, Dagmar B. Nonn-Adams und Dr. Daniell Bastian.
Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, hat Matthias Mai ihre Position bereits am 1. Juni übernommen. So bleibt Zeit für eine umfassende Wissenstransfer bis zu ihrem Ausscheiden.
Iris Knies hinterlässt ein Erbe aus gemeinwohlorientierten Projekten und nachhaltigen Verdiensten für Seligenstadt. Ihr Ruhestand markiert das Ende einer Ära für die sozialen Dienste der Stadt. Matthias Mai wird nun ihre Arbeit in dem von ihr geprägten Amt fortsetzen.
