ICE kollidiert bei Ashausen mit Reifen und Bobbycar – wer legte die Hindernisse?
Sibilla HartungICE kollidiert bei Ashausen mit Reifen und Bobbycar – wer legte die Hindernisse?
Hochgeschwindigkeits-ICE trifft bei Ashausen auf ungewöhnliche Hindernisse
Ein ICE-Hochgeschwindigkeitszug ist am Samstagabend nahe dem Bahnhof Ashausen in Niedersachsen mit zwei ungewöhnlichen Gegenständen auf den Gleisen kollidiert: einem Autoreifen mit Stahlfelge und einem Kinder-Bobbycar. Verletzt wurden weder Passagiere noch Zugpersonal, doch die Bundespolizei hat Ermittlungen eingeleitet.
Der Zug war auf der Strecke von Hamburg nach Hannover unterwegs, als er gegen 17:48 Uhr über die Gegenstände fuhr. Zum Zeitpunkt des Vorfalls bewegte er sich mit einer Geschwindigkeit zwischen 150 und 160 km/h. Behörden bestätigten, dass die Objekte – ein schwerer Autoreifen mit Metallfelge und ein kleines Plastik-Bobbycar – vor dem Zusammenstoß auf den Gleisen platziert worden waren.
Die Bundespolizei geht von einem Verdacht auf gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr aus. Die Ermittler suchen nun nach Zeugen, die am Samstagnachmittag in der Nähe der Gleise in Ashausen verdächtige Aktivitäten beobachtet haben könnten. Personen mit Hinweisen werden gebeten, sich unter der kostenlosen Rufnummer der Bundespolizei 0800 6 888 000 zu melden.
Obwohl die Deutsche Bahn bisher keine spezifischen Maßnahmen zur Verhinderung solcher Vorfälle in anderen Regionen eingeführt hat, profitiert das Unternehmen vom kürzlich verabschiedeten Kritis-Dachgesetz. Dieses Gesetz verpflichtet Betreiber kritischer Infrastrukturen – darunter auch Verkehrsnetze – zu Risikobewertungen, zur Erstellung von Resilienzplänen und zum Ausbau physischer Schutzmaßnahmen gegen Sabotage und andere Bedrohungen.
Die Ermittlungen dauern an, und die Polizei ruft die Bevölkerung auf, sich zu melden, falls ihr in der Nähe der Bahnstrecke Auffälligkeiten aufgefallen sind. Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit der Gleisanlagen auf, auch wenn keine Verletzungen gemeldet wurden. Die Behörden prüfen weiterhin, wie die Gegenstände auf die Strecke gelangt sind und ob zusätzliche präventive Schritte erforderlich sind.






