Hertha BSC siegt in Fürth – Rekordtor eines Teenagers und Abschied eines Idols
Sibilla HartungHertha BSC siegt in Fürth – Rekordtor eines Teenagers und Abschied eines Idols
Hertha BSC sichert sich mühevolle 2:1-Auswärtsieg gegen Greuther Fürth – doch der Abschied eines Klub-Ikonen und ein historischer Rekord überschatten das Spiel
In der 2. Bundesliga feierte Hertha BSC einen hart erkämpften 2:1-Sieg gegen Greuther Fürth, doch die Partie stand im Schatten eines Abschieds und eines historischen Moments: Der erst 16-jährige Kennet Eichhorn wurde zum jüngsten Torschützen der Ligageschichte, während Toni Leistner sein letztes Spiel für die Berliner bestritt.
Das Spiel nahm eine dramatische Wende in der 32. Minute, als Herthas Josip Brekalo mit Rot vom Platz flog. Fast eine Stunde in Unterzahl, hielt die Mannschaft stand und ging durch Michael Cuisance in Führung.
Dann schrieb Eichhorn Geschichte. In der zweiten Halbzeit täuschte er Fürths Reno Münz mit einer cleveren Körperfinte aus und traf aus zehn Metern zum 2:0. Mit 16 Jahren, 9 Monaten und 13 Tagen brach er den 39 Jahre alten Rekord von Gunther Reeg als jüngster Ligatorschütze – und zwar um 52 Tage. Fabian Reese nannte ihn später scherzhaft den „Finten-König aus Brandenburg“ und prophezeite ihm eine glänzende Zukunft.
Fürth verkürzte in der 88. Minute durch Noel Futkeu, doch Hertha rettete den Sieg über die Zeit. Abseits des Platzes bestätigte der Klub den Abschied von Toni Leistner, dessen Vertrag nicht verlängert wurde. Der langjährige Verteidiger soll künftig eine neue Rolle außerhalb des aktiven Spielbetriebs übernehmen. Unterdessen treibt Hertha den Umbruch der Mannschaft voran – weitere Abgänge stehen im Rahmen einer geplanten Verkleinerung des Kaders bevor.
Der Sieg gibt Hertha Auftrieb, doch größere Veränderungen stehen an. Eichhorns Rekordtreffer markiert einen Neuanfang für den Nachwuchs des Klubs, während Leistners Abschied das Ende einer Ära einläutet. Mit einem schrumpfenden Kader ist die Transformation der Berliner bereits in vollem Gange.






