Heino unterstützt entlassenen Feuerwehrmann mit Solidaritätskonzert in Bad Belzig
Gesa EigenwilligHeino unterstützt entlassenen Feuerwehrmann mit Solidaritätskonzert in Bad Belzig
Ein 87-jähriger deutscher Sänger hat sich mit einem Konzert für einen Feuerwehrmann eingesetzt, der nach einer Kontroverse um die Nationalhymne von seinen Aufgaben entbunden wurde. Heino trat in Bad Belzig gemeinsam mit Richard Mänder auf, dem nach einem Vorfall bei den Feuerwehrmeisterschaften 2025 in Torgau seine Richterrollen entzogen worden waren. An der Solidaritätsveranstaltung nahmen Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen teil.
Die Affäre begann, als Mänder bei den Wettbewerben in Torgau eine dreistrophige Version der deutschen Nationalhymne abspielen ließ. Der Deutsche Feuerwehrverband reagierte darauf mit dem Entzug aller Schiedsrichterfunktionen. Mänder beteuerte später, nicht rechtsextrem zu sein, bedauerte das "Missverständnis", behauptete jedoch, nicht allein verantwortlich gemacht werden zu dürfen.
Heino, bekannt durch Hits wie Schwarzbraun ist die Haselnuss und Ostdeutschland, Ostdeutschland, gab in Bad Belzig ein Konzert zur Unterstützung Mänders. Sein Manager Helmut Werner wies Vorwürfe zurück, der Sänger vertrete rechtes Gedankengut, und bezeichnete Kritiker als "ahnungslose Analphabeten". Werner erklärte, das Konzert sei sowohl ein Solidaritätsbekenntnis als auch ein Protest gegen Mänders Bestrafung.
Der Deutsche Feuerwehrverband hat sich bisher nicht zu künftigen Wettbewerben geäußert, hält aber an der Entscheidung fest, Mänder auszuschließen. Dieser kündigte unterdessen an, künftig eigene jährliche Feuerwehr-Sportmeisterschaften zu organisieren – ein Schritt, der die Feuerwehrgemeinschaft weiter spalten könnte.
Das Konzert in Bad Belzig unterstrich die anhaltenden Spannungen innerhalb des deutschen Feuerwehrwesens. Während Mänder weiterhin von offiziellen Funktionen ausgeschlossen bleibt, festigte Heinos Auftritt die Unterstützung für ihn unter Teilen der Feuerwehrleute. Wie der Verband künftige Veranstaltungen nach dem Streit regeln wird, steht noch aus.






