Heidenheims Absturz in die 2. Liga: 13 Spiele ohne Sieg und keine Hoffnung mehr
Gesa EigenwilligHeidenheim Frustration Nach Abseits-Pech: 'Wahnsinn' und 'Blödsinn' - Heidenheims Absturz in die 2. Liga: 13 Spiele ohne Sieg und keine Hoffnung mehr
Heidenheims sieglose Serie reicht nun 13 Spiele – nach der knappen 0:1-Niederlage beim 1. FC Frankfurt rutscht der Bundesliga-Absteiger weiter in die Krise ab. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt nun zehn Punkte, was die Aussichten auf den Klassenerhalt weiter verschlechtert. Trainer Frank Schmidt kritisierte die inkonsistente Defensive seiner Mannschaft sowie eine umstrittene Abseitsentscheidung, die den Ausgleichstreffer verweigerte.
Von Beginn an fand Heidenheim kaum Zugang zum Spiel, obwohl die Mannschaft defensiv diszipliniert agierte. Die Offensive – ohnehin die schwächste der Liga – kam in der ersten Halbzeit nicht einmal zu einer Torchance gegen Frankfurts Keeper. Selbst nach der Roten Karte gegen den Frankfurter Kapitän entwickelte der FC Heidenheim kaum Druck und setzte damit eine Serie von ineffektiven Auftritten fort, die die gesamte Saison prägt.
Der Wendepunkt war die Aberkennung eines Treffers von Sirlord Conteh wegen eines haardünnen Abseits – die Wiederholungen zeigten, dass der Stürmer nur Millimeter vor dem letzten Abwehrspieler stand. Conteh bezeichnete das halbautomatische System später als "völligen Unsinn", während Schmidt, trotz Frust, betonte, er vertraue der Technik. Frankfurt nutzte die Gunst der Stunde kurz darauf und erzielte den Siegtreffer nach einem "inakzeptablen" defensiven Fehler, wie der Trainer es nannte.
Mit dieser Niederlage verlängert sich Heidenheims Serie ohne Sieg auf neun Spiele – ein Spiegelbild des generellen Offensivversagens. Die einst kämpferische, wenn auch unscheinbare Angriffstruppe früherer Aufstiegskämpfe wirkt nun weder kreativ noch treffsicher. Verpasste Chancen, wie sie etwa Schöppner und Dinkci in früheren Partien liegen ließen, unterstreichen das Problem: Die Mannschaft kämpft, doch die Torausbeute bleibt mager. Ohne einen einzigen "Clean Sheet" in dieser Saison und einer Torbilanz von gerade einmal 20 bis 25 Treffern nach 24 Spielen schwinden die Hoffnungen auf den Klassenerhalt von Woche zu Woche.
Die Niederlage in Frankfurt zementiert Heidenheims Platz auf dem letzten Tabellenrang, und die Zeit für eine Wende wird knapp. Defensive Patzer und offensive Harmlosigkeit haben diese Saison geprägt – mittlerweile droht der direkte Abstieg. Ohne eine radikale Trendwende wird selbst der Relegationsplatz zum kaum noch erreichbaren Ziel.