Grünen-Politiker Saleh kehrt nach Plauen zurück – zwischen Fördermillionen und Kindheitserinnerungen
Gabriel HethurGrünen-Politiker Saleh kehrt nach Plauen zurück – zwischen Fördermillionen und Kindheitserinnerungen
Kassem Taher Saleh, Bundestagsabgeordneter der Grünen, besuchte am 5. Februar 2026 Plauen im Rahmen eines offiziellen Termins. Die Reise hatte für ihn persönliche Bedeutung, da seine Familie mit ihm als Zehnjährigem in der Stadt Asyl beantragt hatte. Während seines Aufenthalts informierte er sich über lokale Förderinitiativen und traf sich mit wichtigen Vertretern, um die regionale Entwicklung zu erörtern.
Den Beginn seines Besuchs bildete ein Gespräch mit Oberbürgermeister Steffen Zenner. Im Mittelpunkt standen die wirtschaftlichen Herausforderungen Westsachsens, insbesondere die Rolle von Förderprogrammen bei der Stärkung der lokalen Wirtschaft. Ein zentrales Thema war das Vogtland Sportforum, die größte Sportanlage der Region, die 2019 eröffnet wurde.
Das Sportforum erhielt erhebliche finanzielle Unterstützung, darunter rund 20 Millionen Euro aus sächsischen Landesmitteln sowie weitere 10 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm Zukunftsfähige Kommunen und ländlicher Raum. Auch EU-Mittel über den EFRE trugen zur Realisierung bei. Organisatorisch wird die Anlage von einer öffentlich-rechtlichen Stiftung betrieben, was ihren langfristigen Betrieb und Ausbau sichert.
Besonderes Interesse zeigte Saleh daran, wie solche Förderprogramme im Sportbereich eingesetzt werden. Seine Neugier ging jedoch über politische Fragen hinaus – er erzählte auch eine persönliche Anekdote: Als Kind hatte er mit den Vater-und-Sohn-Comicstrips von Erich Ohser das Lesen auf Deutsch geübt, während seine Familie ihre ersten Jahre in Plauen verbrachte.
Der Besuch unterstrich sowohl Salehs politisches Engagement für regionale Fördermittel als auch seine persönliche Verbindung zu Plauen. Das Vogtland Sportforum gilt als Beispiel dafür, wie gemeinsame öffentliche und EU-Investitionen die lokale Infrastruktur prägen. Seine Gespräche mit den Stadtverantwortlichen könnten künftige Unterstützungen für ähnliche Projekte in Westsachsen beeinflussen.






