Grüne in Rheinland-Pfalz setzen auf weibliche Doppelspitze nach Wahlniederlage
Senta ScheelGrüne in Rheinland-Pfalz setzen auf weibliche Doppelspitze nach Wahlniederlage
Die Grünen in Rheinland-Pfalz formen Führung nach gemischtem Wahlergebnis um
Nach einem durchwachsenen Ergebnis bei der Landtagswahl haben die Grünen in Rheinland-Pfalz ihre Führung neu aufgestellt. Zwar verlor die Partei an Zustimmung, stellt aber erstmals ein rein weibliches Führungsgremium. Katrin Eder, die neue Fraktionsvorsitzende, bezeichnete das Ergebnis trotz des Stimmenrückgangs als „Grund zum Stolz“.
Bei der Wahl erreichten die Grünen 7,9 Prozent der Stimmen – ein Minus von 1,4 Prozentpunkten. Dennoch zeigte sich Eder zufrieden und betonte, „sehr stolz“ auf das Ergebnis zu sein. Sie wird künftig die zehnköpfige Fraktion der Partei im Mainzer Landtag anführen.
Am Wochenende wählten die Grünen einen neuen Landesvorstand mit zwei Frauen an der Spitze. Carolin Cloos sicherte sich einen der beiden Co-Vorsitzenden-Posten mit 72,28 Prozent der Stimmen. Christin Sauer, seit 2019 Stadträtin in Mainz und ehemalige Bezirksvorsitzende, erhielt für den anderen Posten 63,37 Prozent der Stimmen.
Auf dem Parteitag hob Eder zudem das Projekt „Schwarmkraftwerk“ als grüne Erfolgsgeschichte hervor – obwohl es ursprünglich vom Mainzer FDP-Politiker Volker Hans ins Leben gerufen worden war. Unterdessen betonte Paul Bunjes, die Partei werde sich künftig stärker für benachteiligte Gruppen einsetzen. Er rief die Mitglieder auf, „denen eine Stimme zu geben, die sonst niemand vertritt“.
Mit einem geringeren Stimmenanteil, aber einer historischen Führungsstruktur gehen die Grünen in die neue Legislaturperiode. Eders Rolle als Fraktionschefin und das rein weibliche Führungsteam markieren einen Wandel in der Ausrichtung der Partei. Trotz des kleineren Einflusses im Landtag bleibt der Fokus auf politischer Wirkungskraft.






