Grüne fordern radikales Klimaschutzprogramm gegen Rekordhitze und SPD-Kritik
Gabriel HethurGrüne fordern radikales Klimaschutzprogramm gegen Rekordhitze und SPD-Kritik
Die Grünen haben die Bundesregierung aufgefordert, angesichts der rekordverdächtigen Hitzewelle ein neues Klimaschutzprogramm auf den Weg zu bringen. Die klimapolitische Sprecherin der Partei, Lisa Badum, warnte, dass die aktuellen Maßnahmen die Krise nicht bewältigen könnten. Gleichzeitig kritisierte sie den Ansatz der SPD in der Energiegesetzgebung.
Der Umweltminister Carsten Schneider hatte kürzlich steigende Temperaturen als wirtschaftliches Risiko bezeichnet. Er verwies dabei besonders auf die durch extreme Hitze verursachten Wasserknappheiten. Badum begrüßte zwar seine Anerkennung der wirtschaftlichen Schäden, wies aber darauf hin, dass die aktuelle Hitzewelle aufgrund der Klimakrise vier Grad intensiver ausfalle als ohne sie.
Nun forderte Badum Schneider auf, das Klimaschutzprogramm grundlegend zu überarbeiten. Sie betonte, dass selbst seine Fachleute eine gerechtere und wirksamere Fassung verlangten. Zudem warnte sie, dass die von der SPD gebilligte Novelle des Gebäudeenergiegesetzes Klimaziele verfehlen könnte, falls es Öl- und Gasheizungen auch nach 2045 noch zulasse.
Die Grünen bestehen auf sofortiges Handeln. Ein neues Klimaschutzprogramm sei nötig, um die sich verschärfende Hitzewelle und ihre wirtschaftlichen Folgen zu bekämpfen. Der Appell erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Druck wächst, die Energiepolitik endlich mit den Klimazielen in Einklang zu bringen.
