GdP fordert Uniform-Revolution: Reflektoren raus, Messerschutz rein
Gabriel HethurKritik an den Leuchtreflektoren von Polizeiuniformen - 'Teletubbies' - GdP fordert Uniform-Revolution: Reflektoren raus, Messerschutz rein
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin fordert umfassende Änderungen an den Uniformen der Beamten. Die Organisation plädiert dafür, die fest aufgenähten gelben Reflektoren abzuschaffen, da diese die Polizisten ihrer Ansicht nach zu leicht für Kriminelle erkennbar machen. Zudem schlägt sie neue Schutzausrüstung gegen Messerangriffe vor, darunter stichfeste Schals und Handschuhe.
Laut GdP erhöhen die auffälligen Reflektoren das Risiko für die Beamten, da sie so leichter zu Zielen für organisierte Kriminalität und Terroristen würden. Stattdessen sollten nur noch abnehmbare Reflektoren mit Klettverschluss für gezielte Einsätze genutzt werden. Ein weiteres Problem sei die schwierige Reinigung der Reflektoren sowie ihre Anziehungskraft auf Insekten im Sommer.
In Baden-Württemberg wurden bereits schnittresistente Uniformen mit robusteren Stoffen eingeführt, die besser vor Messerangriffen schützen. Berlin prüft derweil noch ähnliche Maßnahmen. Parallel dazu wird bundesweit über eine Aufstockung des Personals in Ermittlungsbehörden und eine Verbesserung des Arbeitsschutzes für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst diskutiert.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser betont, dass der Schutz nicht nur für Polizei- und Rettungskräfte gelten sollte. Auch alle Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung verdienen bessere Sicherheitsvorkehrungen.
Zu den Vorschlägen der GdP zählen abnehmbare Reflektoren sowie verbesserte messerstichsichere Kleidung. Während Baden-Württemberg seine Uniformen bereits angepasst hat, prüft Berlin weiterhin mögliche Lösungen. Die Debatte umfasst zudem weitergehende Maßnahmen zur Sicherheit von Beschäftigten im öffentlichen Sektor in ganz Deutschland.






