Entlastungsbonus von 1.000 Euro wird bis 2027 verlängert – doch Unternehmen bleiben skeptisch
Gabriel HethurEntlastungsbonus von 1.000 Euro wird bis 2027 verlängert – doch Unternehmen bleiben skeptisch
Die deutsche Regierungskoalition hat sich auf eine Verlängerung des steuerfreien Entlastungsbonus in Höhe von 1.000 Euro bis Mitte 2027 geeinigt. Die Entscheidung folgt auf monatelange Debatten und Anpassungen, nachdem Arbeitgeber Bedenken wegen der Kosten geäußert hatten. Mit dem Schritt sollen Arbeitnehmern bundesweit finanzielle Hilfen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro zukommen.
Der Koalitionsausschuss hatte den Bonus erstmals am 12. April 2026 beschlossen. Ein Entwurf der Koalitionsfraktionen bildete später die Grundlage für die Verlängerung. Allerdings stiegen die ursprünglichen Kostenschätzungen, da mehr Unternehmen als erwartet das Förderinstrument in Anspruch nahmen.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reagierte darauf, indem er den Bonus für Unternehmen zur freiwilligen Leistung erklärte. Arbeitgeber können die Zahlung nun in voller Höhe leisten, den Betrag aufteilen oder die Auszahlung ganz bis 2027 verschieben. Trotz dieser Flexibilisierung kritisierten Wirtschaftsverbände die Maßnahme und argumentierten, sie belaste Unternehmen unnötig, die ohnehin schon unter engen Fristen stünden.
Um die Belastung für die Wirtschaft abzumildern, bestätigte die Regierung, dass die 1.000-Euro-Zahlung als Betriebsausgabe abgesetzt werden kann. Die entgangenen Steuereinnahmen sollen durch eine Erhöhung der Tabaksteuer ausgeglichen werden. Nach der Berücksichtigung dieser Bedenken einigten sich die Koalitionspartner auf die überarbeitete Vereinbarung.
Der verlängerte Bonus bleibt bis zum 30. Juni 2027 verfügbar. Unternehmen haben nun Spielraum, wann und wie sie die Zahlung an ihre Beschäftigten auskehren. Das gesamte Entlastungspaket soll Arbeitnehmern im ganzen Land Unterstützung in Höhe von 2,8 Milliarden Euro bringen.






