Edeka rettet 200 Tegut-Filialen – doch das Kartellamt muss noch zustimmen
Gabriel HethurEdeka rettet 200 Tegut-Filialen – doch das Kartellamt muss noch zustimmen
Edeka übernimmt 200 Filialen der Tegut-Supermarktkette
Edeka hat Pläne bekannt gegeben, 200 Filialen der Supermarktkette Tegut zu übernehmen. Der Schritt folgt auf die Entscheidung des Schweizer Konzerns Migros, sich vom deutschen Markt zurückzuziehen. Edeka-Chef Markus Mosa betont, dass die Übernahme Arbeitsplätze sichern und lokale Geschäfte offenhalten werde.
Die geplante Übernahme bedarf jedoch noch der Genehmigung durch das Bundeskartellamt. Mosa appellierte an die Behörden, zügig zu entscheiden, und warnte, dass Verzögerungen zu Schließungen und Stellenabbau führen könnten. Ohne das Eingreifen Edekas, so Mosa, wären Tausende Jobs gefährdet.
Edeka versprach, alle 4.500 Mitarbeiter zu übernehmen, falls die Übernahme vollzogen wird. Das Unternehmen plant zudem, sämtliche Filialen weiterzuführen – selbst solche in weniger rentablen Gebieten. Mosa wies Bedenken zurück, dass die Übernahme zu höheren Verbraucherpreisen führen könnte, und machte stattdessen globale Lieferanten wie Nestlé für die jüngsten Preiserhöhungen verantwortlich.
Der Vorstandsvorsitzende verwies auf steigende Kosten für Markenprodukte, etwa Nestlé-Schokolade, als eigentlichen Treiber der Inflation. Er betonte, dass Edekas Expansion die Lebensmittelversorgung in den Regionen sichern und nicht zu Preisanstiegen führen werde.
Nun muss das Bundeskartellamt die Übernahme prüfen, bevor sie umgesetzt werden kann. Bei einer Genehmigung würde Edeka die Tegut-Filialen und deren Belegschaft übernehmen. Die Entscheidung wird darüber entscheiden, ob die Geschäfte weiterbetrieben werden oder möglicherweise schließen müssen.






