Duisburgs teuerstes Innovationslabor: Roboterhunde, Bernstein-Optik und 4,66 Millionen Euro
Gabriel HethurDuisburgs teuerstes Innovationslabor: Roboterhunde, Bernstein-Optik und 4,66 Millionen Euro
Das Duisburger Innovationslabor hat seine Türen geöffnet – eine Mischung aus Hochtechnologie und skurrilen Besonderheiten. Ursprünglich mit 250.000 Euro veranschlagt, kostete die 530 Quadratmeter große Einrichtung am Ende 4,66 Millionen Euro. Innen finden Beamte und Besucher alles von einem Roboterhund bis hin zu einer Stretchlimousine.
Das Design des Labors lässt sich vom legendären Bernsteinzimmer inspirieren und verleiht ihm einen unverwechselbaren Look. Zu den kuriosen Exponaten gehört ein zerbrochener Schwarz-Weiß-Röhrenfernseher, der als Hommage an vergangene Zeiten erhalten blieb. Zur Entspannung nutzt das Technikteam ein Heimkino, in dem sie "CSI" schauen, um ihre forensischen Fähigkeiten zu schärfen.
Ein Highlight der Einrichtung ist eine vollautomatische Kaffeemaschine – etwa so groß wie ein Doppel-Schrank – mit 100 individuell einstellbaren Optionen. Kriminalhauptkommissar Klaus Brandner bedient die Gäste oft persönlich.
Zum Inventar gehört auch der Roboterhund "Spot", der darauf programmiert ist, belastendes Material zu vernichten. Allerdings ist Spot derzeit dauerhaft im Außendienst im Einsatz und nicht im Labor stationiert. Für den Transport bringt eine Stretchlimousine Besucher zurück zur Polizeidirektion.
Trotz der aufwendigen Ausstattung führte das Landesamt für Polizeiliche Dienste (LZPD) vorab keine Kosten-Nutzen-Analyse durch. Sollte sich das Labor bewähren, plant Brandner, das Konzept auf weitere Polizeistationen in Nordrhein-Westfalen (NRW) auszuweiten.
Das Labor vereint nun Luxus mit modernster Technik – die Endkosten lagen weit über den ursprünglichen Schätzungen, was Fragen zur Haushaltskontrolle aufwirft. Bei Erfolg könnte das Modell die Polizeiarbeit in der gesamten Region prägen.






